Substanzschonender Abtrag für planebene Untergründe
Planfräsen und Entschichten für Betonboden
Altbeschichtung entfernen und Unebenheiten nivellieren, in einem einzigen Arbeitsgang. Unsere 750-kg-Rotationstechnik arbeitet aggressiv gegen den Belag, aber schonend für das Betongefüge. Das Ergebnis ist ein sehr ebener Untergrund für Industrie- und Gewerbeflächen, der teure Ausgleichsmassen im Neuaufbau oft überflüssig macht.
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750 kg Anpressdruck
Restlose Entfernung von Epoxidharz, Kleber und Spachtel, ohne thermisches Verschmieren.
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Maximale Ebenheit
Plane Flächen senken den Materialbedarf für nachfolgende Ausgleichsschichten deutlich.
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Substanzschutz
Rotierender Abtrag erzeugt hohe Haftzugwerte gemäß DAfStb-Rili-SIB (geprüft nach DIN EN 1542), ohne den Beton durch Schläge zu schädigen.
Vergleich
Geometrische Korrektur statt bloßer Reinigung
Wer nur den Quadratmeterpreis vergleicht, wählt Kugelstrahlen. Wer die Gesamtkosten über alle Gewerke rechnet, wählt in den meisten Sanierungsfällen Planfräsen: Das Verfahren korrigiert Unebenheiten, entfernt Dickbeläge und schafft direkt die Haftgrundlage.
Planfräsen statt nur reinigen
Kugelstrahlen reinigt die Betonoberfläche effizient und erzeugt eine definierte Rauheit. Was es nicht kann: Bodenwellen egalisieren, Höhenversätze ausgleichen oder zentimeterdicke Altbeläge in einem Übergang abtragen.
Planfräsen arbeitet anders. Unsere Rotationsfräsen bis 750 kg tragen Material geometrisch ab. Das heißt: nicht nur Reinigung der Oberfläche, sondern Korrektur der Ebene. Unebenheiten verschwinden. Schüsselungen an Fugen werden herausgearbeitet. Der Untergrund, den Sie danach haben, entspricht der geplanten Einbauhöhe.
Fachquellen wie das SOPREMA Merkblatt 101 „Untergründe vorbereiten“ betonen, dass konventionelles Grobfräsen in der Regel eine Nacharbeit mit Kugelstrahlen erfordert. Grindingfloor setzt das mehrstufige Planfräsen ein: Grobabtrag und Feinüberlauf in einem Arbeitsgang produzieren eine Oberfläche, die direkt beschichtungsfertig ist.
Wann unsere Frästechnik die richtige Wahl ist
Drei Anwendungsfälle, bei denen Planfräsen überlegen ist:
- Thermoplastische Schichten (Bitumen, Polyurethan, Teppichrücken): Schleiftechnik würde durch Reibungshitze verschmieren. PKD-Werkzeuge scheren kalt ab, ohne die Poren zu verstopfen.
- Dicke Altlasten (Epoxidharze, Fliesenkleber, Spachtel): Fräsen entfernt in einem Übergang, was Kugelstrahlen nicht erreicht.
- Nivellierung und Ebenheit: Kugelstrahlen folgt der Welle des Bestands. Planfräsen egalisiert.
Planfräsen oder Kugelstrahlen? Entscheidungsrahmen
Beide Verfahren ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht. Die Auswahl folgt dem Untergrundprofil.
| Kriterium | Planfräsen | Kugelstrahlen |
|---|---|---|
| Abtragstiefe | 1 bis 10 mm pro Übergang | Millimeterbereich, Zehntel-mm |
| Geometriekorrektur | ja, Höhenversätze und Schüsselungen | nein |
| Thermoplastische Beläge | ja (PKD-Werkzeug) | nicht geeignet für zähe Beläge |
| Gussasphalt | ja | nicht geeignet (fehlender Kugelrückprall) |
| CSP-Rauheitsklasse | CSP 4 bis 10 nach ICRI 310.2R | CSP 3 bis 7 nach ICRI 310.2R |
| Gesamtwirtschaftlichkeit bei Unebenheiten | Spart Ausgleichsmasse im Folgegewerk | Günstiger, wenn Untergrund eben |
| Typische Kombination | Erster Schritt (Grobabtrag) | Zweiter Schritt (Feinprofilierung) |
Mehr zu unserem Kugelstrahlen-Verfahren: Untergrundvorbereitung durch Kugelstrahlen.
Präzision durch schwere Rotationstechnik
Hochleistungsabtrag in vier Phasen
Wir arbeiten mit Planfräsen bis 750 Kilogramm Einsatzgewicht. Das Eigengewicht erzeugt den Anpressdruck, der den Abtrag kontrolliert und reproduzierbar macht. PKD-Werkzeuge übernehmen thermoplastische Beläge, Hartmetall-Segmente den reinen Betonabtrag.
Substanzanalyse und Werkzeugkonfiguration
Wir bestimmen Härte, Art und Schichtdicke der Altbeschichtung. Daraus folgt die Werkzeugwahl: PKD für thermoplastische Beläge, Hartmetall für mineralischen Betonabtrag und harte Epoxidsysteme. Die Auswahl ist kein Detail, sondern Voraussetzung für wirtschaftliches Ergebnis.
Grobabtrag und Nivellierung
Hauptabtrag mit schwerer Rotationstechnik bis 750 Kilogramm. Wir fräsen Wellenkuppen ab, nehmen Waschbrett-Effekte heraus und korrigieren Höhenversätze. Abtragstiefe variabel, typischerweise 1 bis 10 mm pro Übergang. Die technischen Vorgaben der ZTV-ING Teil 3 Abschnitt 4 der Bundesanstalt für Straßenwesen begrenzen den Abtrag bei Ingenieurbauwerken auf maximal 5 mm je Arbeitsgang, um tiefergehende Zerstörungen des Betons zu vermeiden. Bei industriellen Anwendungen mit bekanntem Untergrund arbeiten wir in mehreren Übergängen, bis die gewünschte Endtiefe und Ebenheit erreicht ist.
Randbearbeitung und Detailfräsen
Großmaschinen bearbeiten die Fläche, für Ränder, Ecken und Stützen setzen wir parallel Handfräsen ein. Bündig bis an die Wand, keine Stemmarbeiten, keine Höhenunterschiede.
Feinschliff & Finish
Oberflächenfinish mit feinerem Schliff und direkter Staubabsaugung. Das Ergebnis: planeben, rau, griffig, mit Haftzugwerten von standardmäßig über 1,5 N/mm² gemäß DAfStb-Rili-SIB (geprüft nach DIN EN 1542).
Wirtschaftlichkeit
Warum Planfräsen das Gesamtbudget entlastet
Planfräsen kostet pro Quadratmeter mehr als Kugelstrahlen. Die Gesamtkalkulation dreht das Verhältnis um: Die planebene Oberfläche spart im Folgegewerk Ausgleichsmasse und Beschichtungsmaterial, meist mehrfach den Fräs-Aufpreis.
Die Wirtschaftlichkeit entscheidet sich oft nicht am Abtragspreis pro Quadratmeter, sondern am Materialverbrauch des Aufbaus danach. Kugelstrahlen reinigt, folgt aber der Welle des Bestands. Bleiben die Unebenheiten, müssen sie später teuer ausgeglichen werden.
Wir drehen die Logik um: Wir investieren in eine präzise Geometrie des Untergrunds und sparen dafür im Folgegewerk.
Eine ebene Fräsfläche bedeutet: dünnere Ausgleichsmasse, weniger Beschichtungsverbrauch, kürzere Einbauzeiten für Folgegewerke. Diese Ersparnis holt die Fräskosten in den meisten Sanierungsfällen mehrfach herein.
Ihre wirtschaftlichen Vorteile im Detail
Materialersparnis bei Ausgleichsschichten
Die plane Oberfläche macht dicke Egalisierspachtelungen überflüssig. Selbst wenige Millimeter Ebenheitsgewinn reduzieren den Ausgleichsmassebedarf erheblich.
Nachweisbare Haftzugwerte
Planfräsen vergrößert die Betonoberfläche und erzeugt eine raue, saugfähige Struktur. Die für OS-Beschichtungen geforderten Haftzugwerte nach DIN EN 1542 werden zuverlässig erreicht: ≥ 1,5 N/mm² im Mittelwert, ≥ 1,0 N/mm² als Einzelwert, nach der Richtlinie für Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (Rili-SIB) des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb). Die Prüfung erfolgt nach DIN EN 1542 mit Prüfstempeln von 50 mm Durchmesser, mindestens fünf Prüfstellen je Fläche nach Rili-SIB.
Synergie im Bauablauf
Entschichten und Nivellieren in einem Arbeitsgang. Kein zweiter Gewerk-Einsatz, keine Zwischentrocknungszeiten.
Was Planfräsen im Industriebau typischerweise kostet
Planfräsen wird immer projektspezifisch kalkuliert. Die wichtigsten Kostentreiber:
- Fläche: Größere Projekte ab 500 m² ermöglichen deutlich günstigere Quadratmeterpreise als kleine Aufträge unter 200 m².
- Abtragstiefe: Ein Standardabtrag von 1 bis 3 mm für reine Beschichtungsentfernung ist anders kalkuliert als ein Tiefabtrag von 5 bis 10 mm für echte Höhenkorrekturen.
- Werkzeugwahl: PKD für thermoplastische Beläge ist im Werkzeugverschleiß anspruchsvoller als Hartmetall für reinen Betonabtrag.
- Kontaminationsgrad: Ölgetränkter oder stark kontaminierter Untergrund erfordert mehr Übergänge und damit mehr Zeit.
- Zugänglichkeit: Tiefgaragendecken, schmale Gassen und schwer erreichbare Ränder erhöhen den Aufwand.
Für eine verbindliche Kostenkalkulation fordern Sie unsere Projektklärung an. Wir messen und besichtigen vor Ort.
Tagesleistung und Bauablauf
Planfräsen ist ein rein mechanisch-trockenes Verfahren. Keine Trocknungszeiten, keine Wartezeiten für Folgegewerke. Unter Standardbedingungen erreichen wir eine Tagesleistung bis 1.000 m².
Für den laufenden Betrieb gilt: unser geschlossenes Absaugsystem nach TRGS 559 bindet Quarzfeinstäube an der Quelle. Parallelarbeiten in angrenzenden Bereichen können fortlaufen. Die Fläche ist nach Abschluss unmittelbar begehbar und für Folgegewerke freigegeben.
Zusatzkosten transparent
Neben dem reinen Fräspreis kalkulieren wir projektbezogen:
Absaugung und Filterentsorgung, Fräsgut-Entsorgung (je nach Schadstoffbelastung des Untergrunds), Baustelleneinrichtung und An- und Abreise der Technik sowie Stromversorgung (bauseitiger Starkstrom 32 A oder 63 A CEE oder unser mobiles Aggregat, falls keine Infrastruktur vorhanden).
All das klären wir vor Auftragserteilung schriftlich. Kein Posten, der nachträglich auftaucht.
Einsatzgebiete für subtraktive Bodenbearbeitung
Präzisionsabtrag für Logistik, Produktion und Sanierung
Planfräsen löst vier Aufgaben: die Maßkorrektur von VNA-Fahrgassen nach DIN EN 15620, den Kontaminationsabtrag in Produktionshallen, den Belagrückbau bei Umnutzung und die Korrektur von Neubaufehlern.
Logistik und Hochregallager (VNA-Flächen)
Schmalgangstapler und fahrerlose Transportsysteme (FTS) verlangen enge Ebenheitstoleranzen. Für neue VNA-Fahrgassen in Schmalgang-Hochregallagern ist seit September 2021 DIN EN 15620 maßgeblich, die die frühere DIN 15185 abgelöst hat. Sie verweist für die Bodenebenheit auf die FEM-Richtlinie 10.2.14-1. DIN 18202 allein genügt für VNA-Anforderungen nicht.
Wir fräsen Fahrgassen millimetergenau plan, nehmen Waschbrett-Effekte heraus und beseitigen Schüsselungen an Fugen, um Fahrzeugschwankungen und Verschleiß zu stoppen.
Sanierung von Produktionshallen
Industrieböden sind oft tief mit Ölen, Fetten oder Chemikalien kontaminiert. Kugelstrahlen reicht dann nicht. Wir fräsen die kontaminierte Kapillarschicht vollständig ab: typischerweise 2 bis 5 mm nach unserem Erfahrungswert im Sanierungs-Kontext. Alte Markierungen werden restlos entfernt, der freigelegte Beton ist sauber und saugfähig als Basis für neue Beschichtungen oder Vergütungen.
Wenn nach dem Planfräsen eine vollständige Bodensanierung im laufenden Betrieb folgt, verweisen wir auf unsere Industriebodensanierung ohne Produktionsstopp.
Rückbau und Umnutzung
Bei der Umnutzung von Gewerbeflächen entfernen wir zähe Altbeläge: Bitumenkleber, Teppichschaumrücken, Fliesenkleber oder spröde Spachtel. Der ursprüngliche Estrich oder Beton wird freigelegt und für neuen Sichtbeton oder Neubeschichtung vorbereitet.
Korrektur von Einbaufehlern
Wir beheben bauliche Mängel im Neubau: ausgewaschene, sandende Oberflächen abfräsen, instabile Sinterschichten entfernen oder zu hoch eingebaute Bodenplatten auf das geplante Niveau (Meterriss) zurückführen. Die Abtragstiefe ist variabel; für echte Nivelliervorgänge tragen wir typischerweise 2 bis 10 mm ab.
Anhydrit-Estrich: Was beim Fräsen gilt
Anhydrit (Calciumsulfatestrich, CA) ist grundsätzlich fräsbar. Er reagiert jedoch empfindlich auf Wasser: Nassschneidfräsen ist beim Anhydrit verboten, da eindringendes Wasser den Estrich aufquellen lässt und die Oberfläche zerstört. Trockenverfahren mit direkter Absaugung ist Pflicht.
Calciumsulfatfließestriche bilden zudem Sinterschichten an der Oberfläche. Diese müssen vor dem Beschichten abgefräst oder abgeschliffen werden, damit die tragende Schicht darunter zugänglich wird. Das TKB-Merkblatt 8 des Bundesverbands Estrich und Belag beschreibt die Anforderungen an Untergrundbeurteilung und -vorbereitung für CA-Estriche.
Wir prüfen CA-Estriche vor dem Einsatz auf Feuchtetoleranzen des Aufbaus und klären die Werkzeugkonfiguration.
Maschinenparameter
Leistungsdaten für kontrollierten Abtrag
Unsere Planfräsen wiegen bis 750 Kilogramm, tragen 1 bis 10 Millimeter pro Übergang ab und arbeiten mit PKD-Werkzeugen für thermoplastische Beläge oder Hartmetall-Segmenten für Betonabtrag. Bauseitiger Starkstrom wird benötigt.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Maschinengewicht | bis 750 kg |
| Abtragstiefe | variabel, typischerweise 1 bis 10 mm pro Übergang |
| Werkzeugtechnologie | Polykristalline Diamanten (PKD) für thermoplastische Beläge; Hartmetall-Segmente für Betonabtrag |
| Oberflächenbild | planeben, rau, griffig; Haftzugwerte standardmäßig über 1,5 N/mm² gemäß DAfStb-Rili-SIB (geprüft nach DIN EN 1542) |
| Staubmanagement | geschlossenes System; Absauganlagen mit Hochleistungsfiltern (HEPA-H13) |
| Kompatible Untergründe | Beton, Zementestrich, Anhydrit, Gussasphalt, Magnesia-Estrich |
| Entfernbare Materialien | Epoxid- und PU-Beschichtungen, Spachtel, zäher Bitumenkleber, Teppichschaum, Fliesenkleber |
| Baustellenvoraussetzung | Starkstrom (32 A oder 63 A CEE); bei fehlender Infrastruktur stellen wir mobile Stromerzeuger |
PKD oder Hartmetall: Wann welches Werkzeug
Die Werkzeugwahl entscheidet mehr als der Maschinentyp.
PKD-Werkzeuge (polykristalline Diamanten) sind das richtige Mittel für thermoplastische Beläge: Bitumenkleber, PU-Beschichtungen, Teppichschaumrücken, Elastomere. Der Grund ist der Schermechanismus: PKD schert das Material kalt ab, ohne Reibungswärme zu erzeugen. Schleiftechnik würde bei diesen Belägen durch Reibungshitze verschmieren und die Werkzeugporen verstopfen. PKD macht das nicht.
Hartmetall-Segmente sind für reinen Betonabtrag und harte mineralische Altbeschichtungen das effizientere Werkzeug. Hartmetall erzeugt durch einen mechanischen Schlag-Schneid-Mechanismus einen kontrollierten Materialabtrag ohne thermisches Verschmieren.
Beide Werkzeugklassen erzeugen nach ICRI-Richtlinie 310.2R ein Concrete Surface Profile (CSP) von CSP 4 bis 10. Je nach Zahnbesatz liegt der Standardwert bei CSP 6 (kleine Zähne) oder CSP 9 (große Zähne). Kugelstrahlen erzeugt vergleichsweise CSP 3 bis 7 nach derselben ICRI-Richtlinie. Dickschicht-Beschichtungen und Polymer-Overlays setzen mindestens CSP 4 voraus; für diese Anwendungen ist Planfräsen das Verfahren der Wahl. Für dünnere Beschichtungen, bei denen CSP 3 ausreicht, kann Kugelstrahlen die wirtschaftlichere Wahl sein.
Staubmanagement nach TRGS 559
Bei allen abtragenden Verfahren auf mineralischen Untergründen sind gemäß TRGS 559 Bauentstauber oder Industriestaubsauger Pflicht, um Quarzfeinstäube zu binden. Trockenes Kehren ist nach TRGS 559 nicht zulässig.
Unsere Fräsanlagen arbeiten mit integrierten Absauganlagen und HEPA-H13-Filtern im geschlossenen System. Staubarmes Arbeiten ist auch in sensiblen Bereichen möglich, sodass Parallelarbeiten oft weiterlaufen können.
Häufige Fragen zu Planfräsen und Entschichten für Betonboden
FAQ: Planfräsen und Entschichten für Betonboden
Die Untergrundvorbereitung ist ein entscheidender Faktor für die Wirtschaftlichkeit des gesamten Bodenaufbaus. Im Folgenden erklären wir, warum Planfräsen technisch überlegen sein kann und welche Materialeinsparungen daraus entstehen.
Ist jeder Betonboden fürs Planfräsen geeignet?
Grundsätzlich ja. Das Verfahren passt zu allen gängigen mineralischen Untergründen: Beton, Zementestrich, Anhydrit, Magnesia- und Gussasphalt-Estrich. Entscheidend ist die statische Tragfähigkeit der Decke, weil unsere stärksten Maschinen bis 750 kg wiegen. Bei Anhydrit-Estrich (CA) klären wir vorab die Feuchtetoleranzen des Aufbaus. Bei kritischen oder unbekannten Untergründen prüfen wir vorab die Oberflächenhärte.
Lohnt sich Fräsen gegenüber Kugelstrahlen?
In den meisten Sanierungsfällen ja. Der reine Quadratmeterpreis fürs Fräsen ist höher, die Gesamtkalkulation aber oft günstiger. Der Grund: Strahlen reinigt nur, Fräsen egalisiert. Die plane Fläche spart im Folgegewerk große Mengen teurer Ausgleichsmasse oder Beschichtung. Diese Ersparnis holt die Fräskosten meist mehrfach herein. Wenn der Untergrund bereits eben und tragfähig ist und nur eine Haftgrundlage benötigt wird, ist Kugelstrahlen die wirtschaftlichere Wahl. Mehr dazu auf unserer Seite Untergrundvorbereitung durch Kugelstrahlen.
Lassen sich auch elastische Beläge wie Bitumen oder PU entfernen?
Ja, das ist eine Stärke des Verfahrens. Schleiftechnik würde bei thermoplastischen Belägen durch Reibungshitze verschmieren. Wir nutzen PKD-Werkzeuge, die den Belag kalt und aggressiv abscheren, ohne dass die Segmente verkleben. Gussasphalt ist ebenfalls fräsbar; Kugelstrahlen scheidet dort aus, weil den Kugeln der nötige Rückprall fehlt.
Wie hoch ist die Staubbelastung?
Gering. Wir arbeiten im geschlossenen System: Die Fräsen sind direkt mit leistungsstarken Filteranlagen mit HEPA-H13-Filtern verbunden, die Staub und Abtrag an der Quelle absaugen. Das entspricht den Anforderungen der TRGS 559 für mineralische Stäube. Staubarmes Arbeiten ist auch in sensiblen Bereichen möglich, sodass Parallelarbeiten oft weiterlaufen können.
Beschädigt das Fräsen die Statik oder den Betonuntergrund?
Nein. Anders als stemmende Verfahren, die Mikrorisse verursachen können, arbeiten unsere Rotationsfräsen schneidend und vibrationsarm. Der statische Unterbeton bleibt intakt, nur die defekte oder kontaminierte Oberzone wird entfernt.
Welche Haftzugwerte werden erreicht?
Das Fräsen vergrößert die Betonoberfläche und erzeugt eine raue, saugfähige Struktur, die ideale Basis für einen kraftschlüssigen Verbund. Wir erreichen standardmäßig Haftzugwerte, die die Anforderungen nach DIN EN 1542 sicherstellen oder übertreffen: mindestens 1,5 N/mm² im Mittelwert und 1,0 N/mm² als Einzelwert nach der Rili-SIB des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb). Die Prüfung erfolgt mit einem Prüfstempel von 50 mm Durchmesser nach Einschnitt mit einer 5 bis 10 mm tiefen Ringnut, mindestens fünf Prüfstellen je Fläche nach Rili-SIB.
Können Sie Höhenversätze oder falsche Einbauhöhen korrigieren?
Ja. Die Abtragstiefe ist variabel, typischerweise 1 bis 10 mm pro Übergang. Für echte Nivelliervorgänge tragen wir typischerweise 2 bis 10 mm ab; für Feinkorrekturen, etwa bei dünnen Beschichtungsresten, genügt oft 1 mm. Versätze an Plattenstößen oder zu hoch eingebaute Estriche führen wir auf das geplante Niveau (Meterriss) zurück.
Muss der Boden nach dem Fräsen zwingend beschichtet werden?
Nein. Die raue Struktur ist ideal für neue Beschichtungen oder Fliesen. Alternativ glätten wir den freigelegten Beton in feineren Schleifgängen und veredeln ihn im HTC Superfloor™-Polierverfahren zu einem polierten Sichtbetonboden. Das ist oft die nachhaltigste Lösung, weil künftige Entschichtungen entfallen.
Wie werden Ränder und Ecken bearbeitet?
Die Großmaschinen bearbeiten die Fläche, für Ränder, Ecken und Stützen setzen wir parallel Handfräsen und kleinere Technik ein. Wir tragen bündig bis an die Wand ab, sodass keine Stemmarbeiten oder Höhenunterschiede bleiben.
Wie schnell ist die Fläche wieder nutzbar?
Das Verfahren ist trocken und mechanisch, es gibt keine Trocknungszeiten. Unter Standardbedingungen erreichen wir eine Tagesleistung bis 1.000 m². Direkt nach dem Absaugen können die Folgegewerke die Fläche betreten und weiterarbeiten.
Welche bauseitigen Voraussetzungen (Strom) sind nötig?
Für die schweren Fräsen brauchen wir Starkstrom (in der Regel 32 A oder 63 A CEE) in der Nähe des Einsatzorts. Fehlt die Infrastruktur, stellen wir mobile Stromerzeuger. Bitte vorab informieren.
Was passiert mit dem Fräsgut?
Das abgefräste Material wird in den Absauganlagen gesammelt. Je nach Schadstoffbelastung übernehmen wir die fachgerechte Entsorgung oder stellen es in Big-Bags zur bauseitigen Entsorgung bereit. Das vereinbaren wir vor Projektbeginn transparent.
Was kostet Planfräsen pro Quadratmeter?
Der Quadratmeterpreis für Planfräsen liegt im mittleren zweistelligen Euro-Bereich netto, gestaffelt nach Fläche, Abtragstiefe und Kontaminationsgrad. Größere Projekte ab 500 m² ermöglichen deutlich günstigere m²-Preise als kleine Aufträge. Für Tiefabtrag von 5 bis 10 mm wird mehr kalkuliert als für reine Beschichtungsentfernung bei 1 bis 3 mm. Dazu kommen Zusatzkosten für Absaugung, Entsorgung und Baustelleneinrichtung, die wir projektbezogen ausweisen. Für eine belastbare Kalkulation vereinbaren Sie eine Vorort-Besichtigung.
Welche Norm gilt für die Ebenheit von Fahrgassen in VNA-Lagern?
Für Schmalgang-Hochregallager (Very Narrow Aisle, VNA) mit Staplerführungssystemen gilt seit September 2021 DIN EN 15620, die die frühere DIN 15185 abgelöst hat. Sie verweist für die Bodenebenheit auf die FEM-Richtlinie 10.2.14-1, in die die VDMA-Flatness-Anforderungen integriert sind. DIN 18202 allein reicht für VNA-Anforderungen nicht aus; sie gilt als allgemeiner Ebenheitsrahmen im Hochbau. Wir fräsen VNA-Fahrgassen auf die Toleranzen der FEM 10.2.14-1.
Ist Planfräsen im laufenden Produktionsbetrieb möglich?
Ja. Planfräsen ist ein trocken-mechanisches Verfahren ohne Lösungsmittel und ohne Trocknungszeiten. Unser geschlossenes Absaugsystem nach TRGS 559 bindet Quarzfeinstäube an der Quelle mit HEPA-H13-Filtern. Parallelarbeiten in angrenzenden Bereichen können fortlaufen. Die bearbeitete Fläche ist nach Abschluss sofort begehbar und belastbar. Für größere Sanierungskonzepte im laufenden Betrieb: Industriebodensanierung ohne Produktionsstopp.
Technische Projektunterstützung
Fragen zur Machbarkeit oder Statik?
Klären Sie mit unserer Anwendungstechnik anhand Ihrer Objektdaten, ob Planfräsen die wirtschaftlichste Lösung für Ihr Projekt ist.
Technische Projektklärung
Ihr Kontakt zur Anwendungstechnik
Manchmal stellt sich vor einem Fräsauftrag eine technische Frage, die sich am Telefon nicht abschließend beantworten lässt: Welche Abtragstiefe ist für diesen Untergrund sinnvoll? Verträgt die Deckenkonstruktion 750 kg Maschinengewicht? Muss Anhydrit vorher geprüft werden?
Wir klären das vorab. Eine Vorort-Besichtigung mit Untergrundprüfung, Härtebewertung und Maschinenwahl dauert in der Regel weniger als zwei Stunden und kostet nichts. Das Ergebnis ist eine belastbare Empfehlung: Fräsen, Kugelstrahlen, Kombination, oder ein anderer Weg.
Danach kennen Sie die Optionen. Wir kennen die Fläche.
Was wir für Ihre Anfrage brauchen:
- Fläche in m² (Schätzung genügt)
- Art des Untergrunds (Beton, Estrich, Belag)
- Ziel (Entschichten, Nivellieren, beides)
- Wunschtermin oder Dringlichkeit
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Übermitteln Sie uns Ihre Objektdaten. Unsere Kalkulatoren analysieren den Aufwand für den maschinellen Abtrag und melden sich kurzfristig mit einer technischen Einschätzung.