Elektro-Conze: ein Lagerboden, der die eingelagerte Ware sauber hält

Ausgangslage und Aufgabe

Die Elektro-Conze GmbH in Roth bei Wissen an der Sieg hat eine Lagerhalle mit Büro und Ausstellungsräumen neu gebaut. Der Betonboden war eingebracht, die Halle stand leer, und die Innenausbaugewerke hatten noch nicht begonnen. Genau in diesem Zustand kam der Auftrag für den Boden: die Fläche war neu, sie war verkalkt, und sie war noch frei zugänglich.

Elektro-Conze handelt mit Beleuchtungssystemen für Gewerbe- und Industriehallen. Was dort eingelagert und von dort ausgeliefert wird, sind Elektronikteile und LED-Leuchten mit Bewegungssensoren. Solche Ware verträgt keinen Feinstaub, weder im Karton noch auf der Optik, und sie soll beim Kunden sauber ankommen.

Dazu kam eine zweite Anforderung, die mit dem Lager nichts zu tun hat: Der Sichtbetonboden sollte repräsentativ genug sein, um Hausmessen und Ausstellungen zu tragen. Die Fläche hat also zwei Aufgaben zugleich.

Leere Neubau-Lagerhalle von Elektro-Conze mit unbehandeltem Betonboden, Blick in Richtung Hallenmitte
Die Halle vor dem Innenausbau, der Betonboden liegt frei und unverbaut.

Warum der Boden fertig sein musste, bevor die Ware einzog

Bei Elektro-Conze war der Boden keine Position im Bauzeitenplan, sondern eine Eigenschaft des Produkts. Wer LED-Leuchten mit Sensoroptik lagert, kommissioniert und versendet, kauft am Boden keine Betonqualität, sondern Staubfreiheit im Karton.

Ein unbehandelter Betonboden staubt, solange er befahren wird, und der Staub landet dort, wo Ware offen steht. Oberflächenschutz für Industrieböden ist deshalb hier kein nachträglicher Wunsch, sondern die Bedingung dafür, dass die Halle ihren Zweck erfüllt.

Daraus folgt der Zeitpunkt. Solange die Innenausbaugewerke noch nicht angefangen haben, ist die Fläche frei, zusammenhängend und ohne Regale. Wer den Boden erst danach angeht, arbeitet um Einbauten herum und um Ware, die schon steht.

Wie ausgeführt wurde

Begonnen wurde mit den Flächenfugen, und zwar bevor die Fläche selbst angefasst wurde. Die Fugen wurden gereinigt, grundiert und mit PU-Sikaflex 3 Pro konkav versiegelt. Jeder der drei Schritte hat seinen Grund. Die Reinigung holt den Eintrag aus der Rohbauphase aus der Fugenflanke heraus. Die Grundierung stellt den Verbund zwischen Flanke und Dichtstoff her. Und konkav heißt, dass die Masse nicht bündig mit der Oberfläche abschließt, sondern als leicht ausgehöhltes Profil in der Fuge steht, etwas unterhalb der befahrenen Ebene. Die Fugensanierung und Riss-Reparatur für Betonboden behandelt denselben Bauteilbereich im Bestand.

Erst danach kam die Fläche an die Reihe. Der verkalkte Beton wurde mit speziellen Diamantpads intensiv gereinigt. Auf den so vorbereiteten Boden folgte die chemische Betonvergütung mit Natrium-Silikat CSH PRO, zum Schutz gegen Abrieb und gegen die Reifenspuren, die Gabelstapler auf unbehandeltem Beton hinterlassen.

Intensivreinigung des Betonbodens bei Elektro-Conze, nasse Fläche mit Reinigungsschaum im Vordergrund
Die Fläche während der Intensivreinigung, im Vordergrund der Reinigungsschaum.

Ergebnis, und was danach kam

Die Halle wurde termingerecht fertig, und Elektro-Conze war mit der Ausführung sehr zufrieden. Solche Sätze stehen auf jeder Referenzseite.

Nachprüfbar ist etwas anderes: Elektro-Conze hat zwei weitere Aufträge vergeben, für zwei Bestands-Lagerhallen, und beide sind ausgeführt. Der erste Boden war da längst in Betrieb, mit Staplerverkehr, mit Kommissionierung und mit allem, was eine Lagerfläche im Alltag abbekommt. Auf dieser Grundlage ist entschieden worden, nicht auf Grundlage einer Abnahme.

Der Vergleich der beiden Aufnahmen aus nahezu derselben Blickrichtung zeigt den Unterschied ohne Erläuterung: dieselbe Halle, derselbe Beton, einmal matt und verkalkt, einmal dicht und reflektierend.

Neu eingebrachter Betonboden in der Lagerhalle von Elektro-Conze vor der Vergütung, matt und mit Fahrspuren
Der neue Betonboden vor der Bearbeitung, aufgenommen aus der Blickrichtung des Vergleichsbildes.
Vergüteter Betonboden in der Lagerhalle von Elektro-Conze, die Hallenkonstruktion spiegelt sich in der Fläche
Dieselbe Halle nach Reinigung und Vergütung, aus nahezu derselben Blickrichtung.
Fertiger Sichtbetonboden im Büro- und Ausstellungsbereich von Elektro-Conze, davor Arbeitsplätze im Aufbau
Der fertige Sichtbetonboden im Büro- und Ausstellungsbereich, hier noch während der Einrichtung.

Objektdaten

Objektdaten
Feld Angabe
Kunde Elektro-Conze GmbH
Ort Roth bei Wissen an der Sieg
Branche Großhandel mit Beleuchtungssystemen für Gewerbe- und Industriehallen
Objekt Neubau einer Lagerhalle mit Büro und Ausstellungsräumen
Anlass der neu eingebaute Betonboden sollte vor Beginn der Innenausbaugewerke vergütet und dauerhaft geschützt werden
Anforderung staubfreie Lagerung sensibler Elektronikteile und LED-Beleuchtung mit Bewegungssensoren, dazu ein repräsentativer Sichtbetonboden für Hausmessen und Ausstellungen
Verfahren Flächenfugen gereinigt, grundiert und mit PU-Sikaflex 3 Pro konkav versiegelt, danach der verkalkte Betonboden mit speziellen Diamantpads intensiv gereinigt und mit Natrium-Silikat CSH PRO verdichtet, zum Schutz gegen Abrieb und Gabelstapler-Reifenspuren
Ergebnis termingerecht ausgeführt, Kunde sehr zufrieden
Folgeauftrag zwei weitere Bestands-Lagerhallen bereits ausgeführt

Drei Fragen zu diesem Projekt

Beides ist möglich, und die Entscheidung hängt vom Nutzungsziel ab. Bei Elektro-Conze fiel sie auf vorher, weil die Halle noch leer und ohne Regale war. Nach dem Innenausbau muss um Einbauten und um eingeräumte Ware herum gearbeitet werden.

Ja, genau dafür wurde hier vergütet. Ein vergüteter Betonboden staubt nicht mehr, und bei Elektro-Conze war das die tragende Anforderung, weil Elektronikteile und LED-Leuchten mit Bewegungssensoren sauber ausgeliefert werden sollen. Im laufenden Betrieb hält eine chemiefreie Twister-Reinigung die Fläche sauber.

Ja, wenn der Boden beide Nutzungen trägt. Elektro-Conze nutzt dieselbe Fläche für Lagerung und für Hausmessen. Der Sichtbeton musste deshalb Staplerverkehr aushalten und zugleich repräsentativ aussehen, ohne dass ein Belag verlegt und für die Messe wieder freigeräumt wird.

Neubauboden vor dem Innenausbau einplanen

Steht bei Ihnen ein Hallenneubau an und der Betonboden ist eingebracht: Dann ist jetzt das Zeitfenster, in dem die Fläche noch frei liegt. Ein Ortstermin klärt, was die Fläche braucht und welcher Schritt vor die Innenausbaugewerke gehört.