Grimme Landmaschinenfabrik: die Musterfläche hat die Vergabe entschieden
Ausgangslage und Aufgabe
Die Grimme Landmaschinenfabrik GmbH in Rieste hat eine Gebrauchtmaschinenhalle neu gebaut, 5.000 m² unter einem Dach. Der Betonboden war eingebracht, die Innenausbaugewerke waren abgeschlossen, und erst danach sollte die Fläche poliert und vergütet werden.
Was die Ausbauphase hinterlassen hatte, lag offen zutage. Über die Bauzeit war von außen viel Lehm und Schmutz hereingefahren worden, dazu kam schwarzer Reifenabrieb. Auf der Nahaufnahme ist das Stollenprofil eines breiten Landmaschinenreifens mehrfach übereinander in die Fläche abgedrückt.
Der Boden selbst war neu. Die Aufgabe bestand deshalb nicht darin, ihn instand zu setzen, sondern darin, ihn unter dem Eintrag der Bauzeit wieder hervorzuholen und anschließend dauerhaft zu schützen.
Drei Anforderungen standen fest. Die Fläche sollte nicht stauben. Sie sollte öl- und fettbeständig sein und keine Ölflecken annehmen. Und sie sollte repräsentativ aussehen und sich leicht reinigen lassen.
Wie die Musterfläche die Entscheidung getragen hat
Vor dem Auftrag stand in Rieste kein Papiervergleich, sondern eine Fläche. Es wurden vorab Musterflächen hergestellt, ausgiebig getestet und bemustert. Erst danach fiel die Entscheidung für das Grindingfloor-Systemverfahren.
Der Unterschied ist größer, als er klingt. Ein Angebot beschreibt ein Ergebnis in Worten: Glanzgrad, Verdichtung, Reinigungsaufwand. Wer Betonboden schleifen und polieren zum ersten Mal beauftragt, hat für diese Worte kein Bild. An der Bemusterung wurde daraus ein Zustand, den man ansehen, betreten und beurteilen kann.
Das ändert nichts daran, was ein Angebot für eine Industriebodensanierung enthalten muss. Die Frage, ob das beschriebene Ergebnis auch das gewünschte ist, war in Rieste allerdings schon beantwortet, bevor der Auftrag vergeben wurde.
Wie ausgeführt wurde
Der erste Arbeitsgang war Reinigung, und er blieb nicht bei einem Durchgang. Lehm, Schmutz und schwarzer Reifenabrieb wurden mit speziellen Reinigungsmitteln und Diamantpads mehrfach intensiv abgenommen. Wie oft, entschied die Fläche und nicht der Ablaufplan. Das ist der Grund für die Wiederholung: Die Reinigung ist der letzte Zeitpunkt, an dem der Eintrag der Bauzeit noch abnehmbar ist.
Auf den gereinigten Beton folgte die chemische Betonvergütung, hier mit CSH PRO. Danach wurde die Fläche leicht aufpoliert. Nicht auf Hochglanz, sondern so weit, dass sie das Licht der Halle zurückgibt und sich wischen lässt.
Den Abschluss bildete ein eigener Arbeitsgang. Nachdem die Fläche getrocknet war, wurde ein spezieller Fleckschutz aufgebracht. Er ist die Antwort auf die geforderte Öl- und Fettbeständigkeit, und er kam nach der Vergütung, nicht an ihrer Stelle. Damit standen am Ende vier Arbeitsgänge hintereinander: reinigen, vergüten, polieren, schützen. Jeder setzte den vorigen voraus.
Ergebnis, und was danach kam
Der Kunde war sehr zufrieden mit der professionellen und fristgerechten Ausführung. Zufriedenheit lässt sich nicht nachrechnen.
Der Umzugstermin schon. Für die neue Gebrauchtmaschinenhalle stand ein Umzugstermin, und der Boden kam nach den Innenausbaugewerken, also am Ende der Kette. Wer dort arbeitet, hat nichts mehr hinter sich, was einen Verzug noch auffangen könnte. Der Termin wurde gehalten.
Die Aufnahmen aus der fertigen Halle zeigen, wovon vorher nichts zu sehen war: eine durchgehende helle Fläche, die das Licht aus den Toren zurückgibt.
Objektdaten
| Feld | Angabe |
|---|---|
| Kunde | Grimme Landmaschinenfabrik GmbH |
| Ort | Rieste |
| Branche | Landmaschinenbau |
| Objekt | Neubau der Gebrauchtmaschinenhalle |
| Fläche | 5.000 m² |
| Ausgangslage | während der Ausbauphase viel Lehm und Schmutz von außen eingetragen, Boden stark durch schwarzen Reifenabrieb verschmutzt |
| Anlass | der neu eingebaute Betonboden sollte nach Fertigstellung der Innenausbaugewerke poliert und vergütet werden |
| Anforderung | Schutz vor Staubbildung und Ölflecken, Öl- und Fettbeständigkeit, repräsentative und leicht zu reinigende Oberfläche |
| Vergabeweg | nach ausgiebigen Tests und Bemusterung vorher hergestellter Musterflächen fiel die Entscheidung für das Grindingfloor-Systemverfahren |
| Verfahren | mehrfache Intensivreinigung mit speziellen Reinigungsmitteln und Diamantpads, Vergütung mit CSH PRO, leichtes Aufpolieren, nach dem Trocknen Applikation eines speziellen Fleckschutzes |
| Ergebnis | der geplante Umzugstermin konnte eingehalten werden, Kunde sehr zufrieden mit professioneller und fristgerechter Ausführung |
Drei Fragen zu diesem Projekt
Wie läuft eine Bemusterung vor der Vergabe ab?
Bei Grimme wurden vorab Musterflächen hergestellt und ausgiebig getestet und bemustert. Erst danach fiel die Entscheidung für das Grindingfloor-Systemverfahren. Der Ablauf drehte damit die übliche Reihenfolge um: Das Ergebnis lag vor, bevor der Auftrag vergeben wurde.
Wie wird ein Neubauboden sauber, der in der Ausbauphase mit Lehm und Reifenabrieb verschmutzt wurde?
Durch mehrfache Intensivreinigung. In Rieste wurden Lehm, Schmutz und schwarzer Reifenabrieb mit speziellen Reinigungsmitteln und Diamantpads in mehreren Durchgängen abgenommen, bevor überhaupt vergütet wurde. Ein einzelner Reinigungsgang reichte für diese Fläche nicht aus. Der Eintrag stammte aus der gesamten Ausbauphase.
Was schützt einen Hallenboden vor Ölflecken?
Bei Grimme war es ein spezieller Fleckschutz, der nach dem Trocknen der vergüteten Fläche aufgebracht wurde. Die Vergütung selbst war der Schritt davor. Öl- und Fettbeständigkeit stand dort in den Anforderungen. Weiter führt die Gegenüberstellung Vergütung oder Versiegelung, was länger hält.
Musterfläche in Ihrer Halle vereinbaren
Wenn bei Ihnen eine Vergabe ansteht und mehrere Beschreibungen nebeneinanderliegen: Der Unterschied zeigt sich auf der Fläche und nicht im Text. Das gilt besonders im Neubau, wo der Boden am Ende der Kette steht und keinen Puffer mehr hinter sich hat.