Mehrzweckhalle Marburg: fertig übers Wochenende, ohne Verzug im Bauablauf

Ausgangslage und Aufgabe

In Marburg ist eine Mehrzweckhalle neu entstanden. Der Auftrag für den Boden fiel in das Fenster zwischen Rohbau und Innenausbau: Die Betonfläche lag bereits, die Ausbaugewerke hatten ihre Arbeit noch vor sich. Vergütet und vor Staubbildung geschützt werden sollte vor deren Beginn, nicht danach.

Was auf der Fläche lag, stammte aus der Bauzeit. Von außen war Lehm hereingetragen worden, dazu kamen schwarze Spuren von Reifen. Nichts davon war ein Schaden am Beton, sondern Auflage darauf. Der Boden war neu, nur eben nicht unberührt.

Die Aufgabe ergab sich aus dem Gebäudetyp. Eine Mehrzweckhalle wird nicht für einen Zweck gebaut, sondern für wechselnde, und beim Bau steht selten fest, was in einigen Jahren darin abgestellt, gelagert oder bewegt wird. Die Vorgaben an den Boden waren deshalb allgemein gehalten: repräsentativ, leicht zu reinigen, geschützt vor Staubbildung.

Warum die Vergütung in eine Spätschicht gelegt wurde

Auf einer Baustelle konkurriert der Boden mit allen anderen Gewerken um dieselbe Fläche. Und er ist das einzige Gewerk, das sie vollständig braucht: Solange auf ihr gearbeitet wird, kann niemand sonst darauf arbeiten.

In Marburg wurde die Vergütung deshalb in eine Spätschicht gelegt, und die Ausführung fiel übers Wochenende. Nicht, weil damit etwas schneller gegangen wäre, sondern weil dort das Fenster lag, in dem die Halle niemandem fehlte.

Im Bestand heißt derselbe Gedanke Industriebodensanierung ohne Produktionsstopp. Dort weicht die Arbeit der Produktion aus, hier dem Terminplan der übrigen Gewerke. Die Frage davor ist beide Male dieselbe: Wann ist die Fläche frei, und wie lange bleibt sie es.

Wie ausgeführt wurde

Die Arbeit begann an den Flächenfugen. Sie wurden gereinigt, grundiert und mit PU-Sikaflex 3 Pro konkav versiegelt. Die Fuge war damit vor der ersten Nutzung geschlossen und nicht, wie bei der Fugensanierung und Riss-Reparatur für Betonboden, nach Jahren im Betrieb.

Direkt im Anschluss kam die Fläche an die Reihe. Der eingetragene Lehm und der schwarze Reifenabrieb wurden mit speziellen Diamantpads intensiv abgenommen, bis der Beton wieder offen lag. Die Arbeitsaufnahme zeigt genau diesen Moment: auf der einen Seite der bearbeitete Streifen, auf der anderen die Fläche, wie sie vorher aussah.

Auf diesen Untergrund folgte die chemische Betonvergütung. Verdichtet wurde mit Natrium-Silikat CSH PRO, und dieser Arbeitsgang lag in der Spätschicht. Das leichte Aufpolieren schloss die Arbeit ab.

Leicht ist dabei wörtlich zu nehmen. Auf den Aufnahmen aus der fertigen Halle steht kein Spiegel, sondern eine dichte Oberfläche mit gleichmäßigem Glanz.

Mitarbeiter bearbeitet den Betonboden der Mehrzweckhalle in Marburg mit einer Einscheibenmaschine, daneben ein Industriesauger
Die Fläche während der Bearbeitung, im Bild die Grenze zwischen bearbeitetem und noch unbearbeitetem Bereich.

Ergebnis, und was danach kam

Die Ausführung fiel übers Wochenende, der Termin wurde gehalten, der Bauherr war sehr zufrieden.

Nachweisbar ist der Zustand, in dem die nächsten Gewerke die Halle übernommen haben. Die beiden Aufnahmen zeigen ihn aus zwei Höhen: eine durchgehende Fläche, in der sich die Holzkonstruktion und die Fensterreihen abzeichnen. Dieselbe Fläche trug kurz zuvor noch den gesamten Eintrag der Bauzeit.

Fertig vergüteter Betonboden in der Mehrzweckhalle in Marburg, die Fensterreihen spiegeln sich in der Fläche
Die fertige Halle in Längsrichtung, der Boden gibt das Licht der Fensterreihen zurück.
Vergüteter Betonboden der Mehrzweckhalle in Marburg aus flachem Blickwinkel, die Flächenfugen laufen als helle Linien durch das Bild
Dieselbe Halle aus niedrigerem Standpunkt, die Fugen zeichnen sich als helle Linien ab.

Objektdaten

Objektdaten
Feld Angabe
Ort Marburg
Objekt Neubau einer Mehrzweckhalle
Ausgangslage Boden mit von außen eingetragenem Lehm und schwarzem Reifenabrieb verschmutzt
Anlass der neu eingebaute Betonboden sollte vor Beginn der Innenausbaugewerke vergütet und vor Staubbildung geschützt werden
Anforderung repräsentative und leicht zu reinigende Oberfläche für die vielseitige Hallennutzung
Verfahren Flächenfugen gereinigt, grundiert und mit PU-Sikaflex 3 Pro konkav versiegelt, direkt danach Intensivreinigung mit speziellen Diamantpads, anschließend Verdichtung mit Natrium-Silikat CSH PRO und leichtes Aufpolieren
Ausführungsfenster Vergütung in einer Spätschicht, Ausführung übers Wochenende
Ergebnis termingerecht ausgeführt, Kunde sehr zufrieden
Folgeauftrag in Planung

Drei Fragen zu diesem Projekt

Bei der Mehrzweckhalle in Marburg ist genau das geschehen: Die Vergütung lag in einer Spätschicht, die Ausführung fiel übers Wochenende, der Termin wurde gehalten. Ob ein solches Fenster reicht, entscheidet sich an Größe und Zustand der Fläche und gehört vorher geklärt.

Sie werden gereinigt, grundiert und versiegelt. In Marburg geschah das mit PU-Sikaflex 3 Pro, konkav ausgebildet, und zwar vor der Flächenreinigung. Direkt danach folgte die Intensivreinigung mit Diamantpads, erst darauf die Vergütung. Die Fuge ist also fertig, bevor die Fläche es ist.

Die Anforderung steht fest, bevor die Nutzung es tut. In Marburg lauteten die Vorgaben deshalb allgemein: repräsentativ, leicht zu reinigen und geschützt vor Staubbildung. Eine Fläche, die diese drei Punkte trägt, legt sich auf keine einzelne Nutzungsart fest.

Ausführungsfenster für Ihren Bauablauf klären

Wenn bei Ihnen ein Hallenneubau ansteht und der Boden zwischen zwei Gewerken hindurchpassen muss: Dieses Fenster lässt sich vorher bestimmen. Wir sehen uns den Bauablauf an und sagen Ihnen, welcher Abschnitt wann bearbeitet werden kann.