Chemiefreie Hochglanzpflege für Industrieböden
Wartung & Twister-Reinigung
Klassische Reinigung verbraucht Ihren Industrieboden schneller, als sie ihn saubert. Wachsfilme versiegeln die Oberfläche, isolieren ESD-Böden und müssen periodisch abgelöst werden. Das kostet Zeit, Chemie und im Ergebnis Substanz.
Das HTC-Twister-Diamantpad-System dreht das um. Milliarden Industriediamanten reinigen und polieren gleichzeitig. Im Unterhalt genügt Wasser. Robert Kreicberg, CEO von Twister Cleaning Technology AB, bezifferte die Einsparung auf bis zu 50 Prozent der täglichen Reinigungskosten, Chemie, Pads, Grundpflege-Zyklen und Rüstzeit zusammengenommen (Diversey-Pressemitteilung, Dezember 2017). Ohne einen Betriebstag zu verlieren.
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Niedrigere Lebenszykluskosten
Bis zu 50 % niedrigere Reinigungskosten: kein Chemie-Einkauf, längere Pad-Standzeiten, weniger Grundpflege-Zyklen (Herstellerangabe 2017).
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Politur bei jeder Reinigung
Die Oberfläche wird bei jedem Zyklus mechanisch geglättet und verdichtet.
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Plug & Play
Sofort einsatzbereit mit Ihrem Maschinenpark, gereinigt wird nur mit Wasser.
Das Problem klassischer Reinigung
Warum klassische Reinigung den Boden auf Dauer schädigt
Wachsfilme glätten die mikrorauhe Oberfläche. Sie verringern den direkten Kontakt zwischen Sohle und Boden und verschlechtern damit die Rutschhemmung, die der Boden einmal hatte. Auf ESD-Böden ist der Schaden messbarer: Isolierende Schichten erhöhen den elektrischen Ableitwiderstand, bis er die Norm-Grenze überschreitet. Der Boden hat dann kein ESD-Problem durch das Material, er hat ein Reinigungsproblem.
Jede Woche fährt die Scheuersaugmaschine über den Boden. Und jede Woche bleibt ein dünner Film zurück, aus Wachs, Polymer oder Reinigungsmittelrückständen. Was wie Pflege aussieht, ist in Wahrheit ein langsamer Prozess der Verschlechterung.
Grundpflege-Zyklen kommen hinzu. Alle paar Monate muss der aufgebaute Schichtfilm abgelöst, neutralisiert, entsorgt werden. Das kostet Personal, Chemie, Zeit, und erzeugt Schmutz, der nach der Neutralisation beseitigt werden muss. Ein Kreislauf, der sich selbst erhält.
Die entscheidende Frage für jeden Betriebsleiter: Wann haben Sie zuletzt den genauen Kostenblock für Reinigungschemie, Grundpflege-Zyklen und Rüstzeiten zusammengezählt?
Funktionsprinzip: Reinigung durch mechanische Mikro-Politur
Die Technologie:
Das HTC-Twister-Diamantpad-System
Das Twister-Verfahren ist eine chemiefreie Reinigungsmethode: Diamantpads unter Standard-Scheuersaugmaschinen reinigen und polieren den Boden gleichzeitig, ohne Chemikalien.
Das Prinzip ist denkbar einfach, die Umsetzung präzise. Jedes Twister-Pad trägt Milliarden mikroskopisch kleiner Industriediamanten. Wenn die Maschine wie gewohnt über den Boden fährt, bearbeiten diese Diamanten die Oberfläche mechanisch. Schmutz wird abgetragen, die Oberfläche gleichzeitig verdichtet und poliert. Im Unterhaltsbetrieb genügt Wasser als einziger Betriebsstoff.
Das Twister-Verfahren ersetzt Reinigungschemie durch mikromechanische Bearbeitung: Milliarden mikroskopisch kleiner Industriediamanten auf dem Pad reinigen und polieren gleichzeitig, im Unterhalt genügt Wasser.
Das Ergebnis nach jeder Reinigung: kein Rückstand, kein aufgebauter Film. Stattdessen eine Oberfläche, die geringfügig geglättet und verdichtet wird, Reinigung als Werterhalt, nicht als Verbrauch.
Kompatibilität mit Ihrem Maschinenpark: Die Pads ersetzen bestehende Reinigungspads auf Einscheiben- und Doppelscheibenmaschinen sowie Scheuersaugmaschinen gängiger Hersteller (Kärcher, Nilfisk, Tennant, Columbus und andere). Keine Umrüstung, keine Sonderinvestition. Voraussetzung: gleichmäßige Anpresskraft des Padhalters.
Das System eignet sich für alle Hartböden mit hohem Durchgangsverkehr: geschliffener Beton, Estrich, Terrazzo, Naturstein, PVC, Vinyl, Linoleum und unglasierte Keramik. Ein 10-Jahres-Simulationstest (SAAD Facility Management in Kooperation mit Bodenherstellern) zeigt keinen schädigenden Abrieb auf elastischen Belägen.
Die vollständigen technischen Spezifikationen finden Sie in der HTC-Twister-Systemübersicht (TASKI/Diversey).
HTC, Diversey und TASKI:
Ein System, drei Bezeichnungen
Das Twister-Pad-System wurde von Twister Cleaning Technology AB in Söderköping, Schweden, entwickelt. HTC Sweden AB, dasselbe Unternehmen, das hinter dem HTC Superfloor-Konzept für Schleif- und Polierverfahren steht, hat das System auf den Markt gebracht. 2017 erwarb Diversey das Unternehmen und vermarktet die Pads seither unter der Marke TASKI. Die Pad-Technologie ist identisch. Grindingfloor kommuniziert unter der HTC-Bezeichnung, konsistent mit der übrigen HTC-Partnerschaft.
Pad-Farbcodierung erklärt
Pad-Farbcodierung:
Vier Stufen für jeden Reinigungsfall
Twister-Pads sind in vier Stufen eingeteilt: Rot (400 Grit) für Tiefenreinigung, Weiß (800), Gelb (1500) und Grün (3000) für die tägliche Unterhaltsreinigung.
Die Farbe zeigt nicht nur die Körnung, sie ist der Verschleißindikator. Sobald die aufgedruckte Farbe des Pads vollständig verblasst ist, hat das Pad seine Standzeit erreicht. Kein Messtechnik-Aufwand, keine Wiegung. Ein visueller Hinweis, den das Reinigungspersonal ohne Zusatzschulung nutzt.
| Farbe | Grit | Einsatz | Standzeit |
|---|---|---|---|
| Rot | 400 | Tiefenreinigung, stark beanspruchte Böden, Kratzer | 4.000-5.000 m² |
| Weiß | 800 | Aufwertung, seidenmatte Oberfläche, kleine Kratzer entfernen | 15.000 m² |
| Gelb | 1500 | Polieren, Brillanzsteigerung, gröbere Verschmutzung | 20.000-25.000 m² |
| Grün | 3000 | Tägliche Unterhaltsreinigung, Hochglanz | 25.000-30.000 m²* |
*Standzeit Grün auf bereits aufbereiteten Böden (HTC-Herstellerangabe, HTC Twister Standard EN-Brochure).
Die vier Stufen folgen einer klaren Logik: Weiß entfernt Kratzer, Gelb erhöht die Brillanz, Grün liefert den Hochglanz. Danach genügt Grün im täglichen Betrieb. Bei stark beanspruchten Flächen oder nach längerer Standzeit ohne Aufbereitung startet man mit Rot.
Ein Hinweis zu Epoxid-Böden: Alte, matte Epoxid-Flächen profitieren von der Tiefenreinigung mit Rot. Neue Epoxid-Böden werden mit Grün poliert, das erhöht den Glanz. Wer den Glanzeffekt nicht wünscht, bleibt bei Rot.
Der wirtschaftliche Hebel
Wirtschaftlichkeit:
Was das System konkret einspart
Die Twister-Umstellung senkt die täglichen Reinigungskosten laut Hersteller um bis zu 50 Prozent: Chemiekosten, Padverbrauch, Grundpflege-Zyklen und Rüstzeit zusammen (Diversey-Pressemitteilung 2017). Das ist keine Zeitersparnis, es sind Kosten.
Robert Kreicberg, CEO Twister Cleaning Technology AB, formulierte es in der CEO Kreicberg zur Kosteneinsparung, Diversey-Pressemitteilung 2017 präzise: „We have successfully grown Twister by developing innovative and sustainable floor cleaning and maintenance technologies that dramatically reduce the cost of daily cleaning up to 50%.“
Spürbare Kostenreduktion
Die Einsparung kommt aus drei Quellen, und alle drei wirken gleichzeitig.
Chemie-Einkauf: In der laufenden Unterhaltsreinigung entfällt er vollständig. 100 Prozent Einsparung. Kein Reinigungsmittel, kein Wachs, keine Politur mehr im Regelbetrieb. „100 Prozent Chemie-Einsparung in der Unterhaltsreinigung, 66 Prozent weniger Padverbrauch, 98 Prozent geringeres Gewicht der Verbrauchsmaterialien“, offizielle Herstellerangaben von TASKI/HTC.
Padverbrauch: Twister-Pads halten drei- bis viermal länger als Standard-Reinigungspads. Das reduziert Beschaffung, Lagerhaltung und Wechsel-Rüstzeit. Das grüne Pad erreicht auf aufbereiteten Böden bis zu 30.000 m² Standzeit, bei 10.000 m² Tagesfläche entspricht das rund drei bis vier Wochen.
Grundpflege-Zyklen: Wenn kein Schichtfilm aufgebaut wird, gibt es keinen Schichtfilm abzulösen. Die aufwendigen Ablösezyklen mit Grundreiniger, Einwirkzeit und Neutralisierung entfallen. Das spart Personal, Chemie und Sperrzeiten.
Maximale Prozessgeschwindigkeit
Das Dosieren, Einwirken und Neutralisieren von Reinigungsmitteln kostet Rüstzeit. Bei Twister: Pad auflegen, Maschine starten. Der Zeitgewinn pro Reinigungsrunde ist spürbar, besonders auf großen Flächen in Schichtbetrieb.
Kontinuierlicher Werterhalt
Jede Reinigung verdichtet die Oberfläche minimal. Das verlangsamt den natürlichen Verschleiß des Bodens, verringert Porosität und Staubanfall und verlängert den Abstand bis zur nächsten strukturellen Sanierung. Der Boden arbeitet mit dem Reinigungsverfahren, nicht gegen es.
Ökologische Vorteile
Nachhaltigkeit:
Belegt durch Ökobilanz und Materialwahl
Die Universität Linköping (2009) belegte in einer unabhängigen Ökobilanz: das Twister-Verfahren belastet Umwelt, Ökosystem und Ressourcen signifikant weniger als Wachs- und Polish-Methoden.
Larsson, Lindahl und Svensson untersuchten das Verfahren in einer Life-Cycle-Analyse (LCA) nach ISO 14040. In allen drei Kategorien (menschliche Gesundheit, Ökosystem und Ressourcenverbrauch) schneidet Twister besser ab als klassische Wachsreinigung. Die Studie ist öffentlich zugänglich: Ökobilanz-Studie Universität Linköping 2009, Larsson/Lindahl/Svensson (PDF).
Der Grund liegt im Systemdesign. Keine Chemie bedeutet keine Chemieproduktion, keinen Transport, keine Entsorgung von Reststoffen. 98 Prozent weniger Gewicht der Verbrauchsmaterialien (Herstellerangabe) ist kein Marketing-Versprechen, es beschreibt die schlichte Physik: ein Pad statt zahlreiche Chemielieferungen.
Die Pads selbst bestehen aus recyceltem PET. Am Ende ihrer Standzeit kein Sondermüll, kein Rückgabesystem: Entsorgung über den Normalmüll.
Für das Nachhaltigkeitsreporting relevant: Das Twister-Verfahren verringert den Scope-3-Verbrauch in der Kategorie Reinigung messbar. Facility Manager, die ESG-Berichte verantworten, haben hier eine gut belegte Kennzahl.
Das Verfahren wird in Herstellerunterlagen als erste Reinigungsmethode geführt, die von der Schwedischen Naturschutzgesellschaft (Naturskyddsföreningen) empfohlen wurde.
Einsatzgebiete
Wo sich Twister-Reinigung rechnet
Twister-Reinigung eignet sich für alle Hartböden mit hohem Durchgangsverkehr im B2B-Bereich: Logistik, Industrie, Handel, öffentliche Einrichtungen und Hygienebereiche.
Logistik & Industrie
Große Lager- und Produktionsflächen stellen die höchsten Anforderungen an ein Reinigungsverfahren: schneller Abdeckungsgrad, keine Betriebsunterbrechung, keine Chemie-Lagerkosten. Twister trifft alle drei Kriterien. Gabelstapler- und Flurförderfahrzeug-Reifen hinterlassen Gummiabrieb. Das rote Pad löst diese Rückstände mechanisch, ohne Lösungsmittel.
Wir setzen Twister als Erhaltungspflege für polierte und geschliffene Industrieböden in Logistik, Handel und öffentlichen Einrichtungen ein.
Handel & Showrooms
Hoher Fussgängerverkehr, repräsentative Wirkung, kurze Reinigungsfenster. Twister liefert gleichzeitig die Reinigung und den laufenden Poliereffekt. Showroomböden aus Naturstein oder Terrazzo profitieren besonders: keine Wachsschicht verfälscht den Naturglanz.
Öffentliche Einrichtungen
Verwaltungsgebäude, Schulen, Krankenhäuser, Flughäfen: öffentliche Flächen müssen nachweislich rutschhemmend, hygienisch und kosteneffizient zu reinigen sein. Twister erfüllt alle drei Bedingungen. Chemiefreiheit erleichtert zusätzlich die Dokumentation im Rahmen von Betriebsanweisungen und Gefährdungsbeurteilungen.
Pharma & Lebensmittel
Fugenlose, polierte Bodenflächen unterstützen HACCP-Konzepte in Lebensmittelbereichen gemäß EU-Verordnung 852/2004: Lebensmittelhygiene-Anforderungen. Die chemiefreie Twister-Reinigung ergänzt vorgeschriebene Desinfektionsschritte, sie ersetzt sie nicht.
Für Hygienebereiche relevant: Herstellerangaben benennen eine Bakterienreduktion von bis zu 80 Prozent gegenüber klassischen Reinigungspads bei gleichem Maschineneinsatz (hygi.de, Herstellerangabe). Das grüne Pad reinigt tiefer in die Mikrotextur des Bodens, wo Wachsfilme Bakterien zuvor Schutz geboten haben.
Ausführliche Informationen zur chemiefreien Bodenpflege in Reinigeraum und Pharma finden Sie auf unserer Leistungsseite chemiefreie Bodenpflege in Hygiene- und Lebensmittelbereichen.
Geeignete Untergründe
Freigegeben ohne Einschränkung: geschliffener und polierter Beton, Zementestrich, Calciumsulfatestrich, Terrazzo, Naturstein (Granit, Marmor), PVC, Vinyl, Linoleum, VCT (Vinyl Composition Tiles), unglasierte Keramik, Gummiböden.
Epoxid (differenziert): Stark beanspruchte, matte Epoxid-Flächen: rotes Pad (Tiefenreinigung). Neue, glatte Epoxid-Böden: grünes Pad (Politur). Achtung: Grün erhöht den Glanz bei Epoxid, wer den Glanzeffekt nicht wünscht, bleibt bei Rot.
Laminat: Ohne Herstellerfreigabe nicht empfohlen. Laminat reagiert sensibel auf Feuchtigkeit; auch geringe Wassermengen können an Schnittflächen eindringen. Das Risiko liegt beim Bodeneigentümer.
Normen
Normkonformität:
Rutschsicherheit und ESD-Schutz
Die Rutschklasse eines Bodens bestimmt seine Oberfläche, nicht die Reinigungsmethode. Twister erhält die vorhandene Klasse, weil keine isolierenden Wachs- oder Polymerfilme aufgebracht werden (DIN EN 16165 Anhang B/NB.2).
Rutschsicherheit nach DIN EN 16165
Klassische Wachs-Polituren können die Rutschklasse eines Bodens verschlechtern, weil sie den direkten Kontakt zwischen Sohle und Oberfläche verringern. Twister verursacht den gegenteiligen Effekt: jeder Reinigungsgang reinigt die Mikrotextur, ohne sie zu versiegeln.
Die Rutschsicherheit wird heute nach DIN EN 16165: Bewertung der Rutschhemmung (DIN Media) Anhang B/NB.2 bewertet. Die frühere DIN 51130 wurde im Dezember 2021 zurückgezogen. Die R-Klassifikation R9 bis R13 bleibt inhaltlich unverändert.
Der unabhängige Tekomo AB-Test (Schweden) misst die Reinigungstiefe nach der DM Dustbuster-Methode. Ergebnis: das grüne Twister-Pad mit Wasser reinigt den Boden gründlicher als ein rotes Standardpad mit neutralem Reinigungsmittel, gemessen am Staubfaktor vor und nach der Reinigung. Das ist ein Reinigungsqualitäts-Beleg, kein R-Klassen-Vergleich. Die R-Klasse wird durch die Grundoberfläche des Bodens bestimmt, nicht durch das Pflegeverfahren.
ESD-Schutz nach DIN EN IEC 61340-5-1
Gemäß DIN EN IEC 61340-5-1 (VDE 0300-5-1):2025-06 (VDE-Verlag) muss der Ableitwiderstand zum Erdungspunkt (Rg) unter 1 x 10⁹ Ohm liegen. Twister vermeidet die isolierende Wachsschicht, die diesen Wert schleichend überschreitet.
Nicht-leitfähige Reinigungsmittel, Wachse und Pflegepolituren bilden eine isolierende Schicht auf ESD-Böden. Sie gelten als häufigste Ausfallursache der elektrostatischen Leitfähigkeit nach DIN EN IEC 61340-5-1.
Der Ableitwiderstand von ESD-Böden wird durch die Wachsschicht nicht abrupt ungünstig, er steigt graduell. Oft bemerken Betreiber das Problem erst beim nächsten Audit oder nach einem Schadensereignis. Twister beseitigt die Ursache strukturell: Wenn keine isolierende Schicht aufgebaut wird, kann keine isolierende Schicht den Widerstand erhöhen.
Für die formale ESD-Freigabe empfehlen wir eine dokumentierte Vorher-/Nachher-Messung von Rtg und Rp-p nach dem ESD-Kontrollprogramm gemäß DIN EN IEC 61340-5-1. Ausführlichere Informationen zu ESD-konformen Böden finden Sie auf unserer Leistungsseite ESD-konforme Böden nach DIN EN IEC 61340-5-1.
Wartung vs. Sanierung
Wo die Pflege endet und die Sanierung beginnt
Twister-Reinigung ist ein Erhaltungsverfahren. Ab Rissen breiter als 5 mm (Klasse XL nach GF-Klassifikation) oder bei Bewehrungsfreilegung ist eine strukturelle Sanierung nach DIN EN 1504 erforderlich.
Wartung und Sanierung schließen sich nicht aus, sie folgen aufeinander. Twister hält einen Boden in Schuss, der noch tragfähig ist. Eine Sanierung bereitet einen Boden vor, der strukturell nicht mehr trägt. Das ist die Grenze.
Bei Substanzverlust und Rissen
Industriebodensanierung
Grindingfloor klassifiziert Risse in die Stufen S (bis 1 mm), L (2 bis 4 mm) und XL (5 bis 10 mm), als interne Praxis-Kommunikation, nicht als normative DAfStb-Klassifikation. Ab XL-Klasse, bei Bewehrungsfreilegung oder bei strukturellem Substanzverlust greift die Instandsetzung nach DIN EN 1504.
Die kraftschlüssige Instandsetzung struktureller Defekte an Industrieböden folgt den Instandsetzungsprinzipien P1 bis P11 aus DIN EN 1504-9: Allgemeine Grundsätze für Schutz und Instandsetzung (DIN Media), europaweit definiert und in Deutschland über die TR Instandhaltung des DIBt national umgesetzt.
Nach abgeschlossener Sanierung kann Twister als Erhaltungspflege beginnen. Die Sanierung schafft den Untergrund, Twister erhält ihn.
Ausführliche Informationen zur strukturellen Bodensanierung: Industriebodensanierung nach DIN EN 1504.
Bei chemischer Belastung
Chemische Betonvergütung
Ölkontamination, Säureeintrag oder tiefgreifende chemische Beanspruchung können den Boden so verändern, dass einfaches Schleifen oder Twister-Reinigung nicht ausreicht. In diesen Fällen ist eine mechanische Untergrundvorbereitung der erste Schritt.
Für stark kontaminierte Böden vor der Twister-Umstellung: Erst-Aufbereitung stark kontaminierter Böden per Kugelstrahlen öffnet die Oberfläche, entfernt Kontaminationen und schafft einen definierten Untergrund für die Folgebehandlung.
Bei Porositätsproblemen, die tiefer liegen als der Verschleiß, ist eine chemische Betonvergütung bei Porositätsproblemen oft der richtige nächste Schritt vor der laufenden Twister-Pflege.
Einfache Implementierung
Systemwechsel ohne Stillstand: Implementierung in 4 Schritten
Der Wechsel auf Twister erfordert keine Neuanschaffung. Ihre vorhandene Scheuersaugmaschine übernimmt die Pads.
Technische Bestandsaufnahme
Grindingfloor prüft den Zustand des Bodens vor der Twister-Umstellung: Rissklassen, Porosität, bestehende Schichtfunde (Wachs, Polymere, Ölrückstände). Das bestimmt, mit welchem Pad gestartet wird, und ob eine einmalige Vorab-Grundreinigung nötig ist. Bei stark beschädigten Böden ist ein Grundschliff und Politur als Twister-Vorbereitung der effizientere Einstieg.
Spezifikation der Körnung
Nach der Bestandsaufnahme legen wir gemeinsam fest, mit welcher Farbstufe gestartet wird. In den meisten Fällen genügt der Einstieg mit Weiß oder Gelb, gefolgt von Grün im Regelbetrieb. Stark beanspruchte Zonen beginnen mit Rot.
Plug & Play
Die Twister-Pads werden auf den bestehenden Padhalter Ihrer Maschine gelegt. Die Maschine läuft wie gewohnt, gleiche Drehzahl, gleiche Route, gleiche Frequenz. Kein Umrüsten, keine Einstellveränderungen.
Chemiefreier Regelbetrieb
Ab der ersten Reinigung mit dem grünen Pad entfällt der Chemie-Einkauf im Unterhalt. Die Maschine fährt mit Wasser. Zwischenzeiten für Einwirkung, Neutralisierung und Sperrzeiten gibt es nicht mehr. Das System läuft, und erhält dabei gleichzeitig die Oberfläche.
Häufige Fragen zur Wartung & Twister-Reinigung
FAQ: Wartung & Twister-Reinigung
Hier sind die häufigsten Fragen, die Facility Manager und Betriebsleiter vor der Twister-Umstellung stellen.
Entfernt das System auch schwarze Reifenspuren und Gummiabrieb?
Ja. Das rote Twister-Pad (400 Grit) ist speziell für die Tiefenreinigung bei Reifenabrieb und hartnäckigen Verschmutzungen ausgelegt.
Schwarze Reifenspuren entstehen durch den Abrieb von Gabelstapler-Reifen und Transportfahrzeugen auf Hartböden. Das rote Pad löst diese Rückstände mechanisch, ohne lösungsmittelhaltige Entfetter. Im Anschluss genügt das grüne Pad für die laufende Politur. Eine Kombination aus einmaligem Rot und regelmäßig Grün ist das Standardvorgehen bei Logistikflächen mit intensivem Stapler-Verkehr.
Muss ich meinen Maschinenpark umrüsten?
Nein. Twister-Pads passen auf handelsübliche Einscheiben- und Doppelscheibenmaschinen sowie Scheuersaugmaschinen, ohne Umrüstung.
Das System ist maschinenunabhängig. Die Pads ersetzen bestehende Reinigungspads auf Ihrem vorhandenen Fuhrpark. Kompatibel mit gängigen Maschinen von Kärcher, Nilfisk, Tennant, Columbus und anderen. Voraussetzung ist eine gleichmäßige Anpresskraft des Padhalters.
Wie steht die Wirtschaftlichkeit im Vergleich zu Standard-Pads?
Twister-Pads halten drei- bis viermal länger als Standard-Reinigungspads und eliminieren den Chemie-Einkauf vollständig.
Die Gesamtkostenrechnung umfasst Pad-Einkauf, Reinigungschemie, Grundpflege-Zyklen und Rüstzeiten für das Dosieren und Neutralisieren von Reinigungsmitteln. Hersteller HTC beziffert die Kosteneinsparung im Gesamtpaket auf bis zu 50 Prozent der täglichen Reinigungskosten (Diversey-Pressemitteilung 2017). Die konkreten Zahlen für Ihre Fläche: Testlauf anfragen.
Kann man wirklich auf Reinigungschemie verzichten?
Ja, in der laufenden Unterhaltsreinigung vollständig. Gereinigt wird nur mit Wasser.
Die mechanische Wirkung der Diamantpads ersetzt chemische Löse- und Emulgiermittel. Ausnahme: Stark kontaminierte Böden brauchen vor der Twister-Umstellung eine einmalige Grundreinigung oder Erst-Aufbereitung. Danach ist Wasser der einzige Betriebsstoff.
Wird der Boden durch den Glanz rutschig?
Nein. Die Rutschklasse des Bodens wird durch seine Oberfläche bestimmt, nicht durch die Reinigungsmethode.
Das Twister-Verfahren bringt keine isolierende Wachs- oder Polymerschicht auf, die den direkten Kontakt zwischen Sohle und Boden verringert. Bewertet wird die Rutschhemmung nach DIN EN 16165 Anhang B/NB.2 (seit Dezember 2021, Nachfolger von DIN 51130). Die vorhandene R-Klasse bleibt erhalten.
Für welche Böden ist die Twister-Reinigung geeignet?
Geeignet für Beton, Estrich, Terrazzo, Naturstein, PVC, Vinyl, Linoleum, VCT und unglasierte Keramik.
Ein 10-Jahres-Simulationstest (SAAD Facility Management in Kooperation mit Bodenherstellern) zeigt keinen schädigenden Abrieb auf elastischen Belägen. Bei Epoxid-Beschichtungen gilt: alte, matte Böden profitieren von Rot (Tiefenreinigung), neue Böden vom Grün-Pad (Politur erhöht Glanz). Laminat ist ohne Herstellerprüfung nicht empfohlen (Wassersensitivität).
Muss mein Personal geschult werden?
Der Schulungsaufwand ist minimal. Das Pad ersetzt das vorhandene Reinigungspad, die Maschine läuft wie gewohnt.
Twister-Pads werden auf den bestehenden Padhalter gelegt. Die farbige Padseite zeigt durch Verblassen an, wann ein Pad das Ende seiner Standzeit erreicht hat. Das ist der gesamte Schulungsinhalt: Pad einlegen, Farbverlust beobachten, Pad wechseln.
Ersetzt das Verfahren eine Bodensanierung?
Nein. Twister ist Erhaltungspflege, kein Sanierungsverfahren. Ab XL-Rissen (mehr als 5 mm) oder Bewehrungsfreilegung ist eine strukturelle Sanierung erforderlich.
Grindingfloor klassifiziert Risse nach Breite: S (bis 1 mm), L (2-4 mm), XL (5-10 mm). Ab XL-Klasse oder bei Substanzverlust durch chemischen Angriff greift die Sanierung nach DIN EN 1504. Twister kann erst nach abgeschlossener Sanierung als Erhaltungspflege beginnen.
Wie oft wird angewendet?
Das grüne Pad läuft bei jedem regulären Reinigungszyklus mit. Die Frequenz entspricht Ihrer bisherigen Reinigungsroutine.
Es gibt keine Sonder-Termine. Twister ist in die tägliche oder wöchentliche Scheuersaugmaschinen-Routine integriert. Das rote Pad kommt zum Einsatz, wenn eine Zone besonders verschmutzt ist oder ein Aufwertungszyklus ansteht.
Ist das Twister-Pad-System für ESD-Böden geeignet?
In der Regel ja. Twister vermeidet isolierende Wachs- und Polymerschichten, die die häufigste Ursache für ESD-Ausfälle sind.
Gemäß DIN EN IEC 61340-5-1 muss der Ableitwiderstand zum Erdungspunkt (Rg) unter 1 x 10⁹ Ohm liegen. Nicht-leitfähige Reinigungsmittel und Wachse lassen diesen Wert schleichend ansteigen. Twister verhindert das. Für die formale ESD-Freigabe empfehlen wir eine dokumentierte Vorher-/Nachher-Messung von Rtg und Rp-p nach DIN EN IEC 61340-5-1.
Was passiert mit Epoxidharz-Beschichtungen?
Auf Epoxid anwendbar, aber mit Farbwahl: Rotes Pad für alte, matte Beschichtungen. Grünes Pad erhöht den Glanz bei neuen Böden.
Bei Epoxid-Böden gilt eine Differenzierung nach Zustand. Stark beanspruchte, matte Epoxid-Flächen profitieren vom roten Pad (Tiefenreinigung). Neue, glänzende Böden werden mit dem grünen Pad poliert, was den Glanz weiter erhöht. Wenn der Kunde keinen Glanzeffekt wünscht, bleibt Rot die richtige Wahl.
Wie trägt das System zur Nachhaltigkeitsbilanz bei?
100 Prozent Chemie-Einsparung in der Unterhaltsreinigung, 66 Prozent weniger Padverbrauch, 98 Prozent geringeres Verbrauchsmaterialgewicht (Herstellerangaben TASKI/HTC).
Eine unabhängige Ökobilanz der Universität Linköping (Larsson/Lindahl/Svensson 2009) belegt eine signifikant geringere Umweltbelastung des Twister-Verfahrens gegenüber Wachs- und Polish-Methoden in den Kategorien Humangesundheit, Ökosystem und Ressourcenverbrauch. Die Pads bestehen aus recyceltem PET.
Welche Körnung hat ein rotes Twister-Pad?
400 Grit. Das rote Pad ist die gröbste Stufe und für Tiefenreinigung, Kratzer und stark beanspruchte Oberflächen ausgelegt.
Die vier Farben entsprechen aufsteigenden Körnungsstufen: Rot 400 Grit (Tiefenreinigung), Weiß 800 Grit (Aufwertung), Gelb 1500 Grit (Polieren), Grün 3000 Grit (tägliche Unterhaltsreinigung). Die Standzeit variiert entsprechend: Rot ca. 4.000-5.000 m², Grün bis zu 30.000 m² auf aufbereiteten Böden.
Was kostet die Umstellung auf Twister im Vergleich zur klassischen Chemie-Reinigung?
Der Systemwechsel amortisiert sich durch die Eliminierung von Chemiekosten und seltenere Grundpflege-Zyklen. Laut Hersteller bis zu 50 Prozent niedrigere tägliche Reinigungskosten.
Die Einsparung kommt aus drei Quellen: keine Reinigungschemie im laufenden Betrieb (100 Prozent Chemie-Einsparung), längere Pad-Standzeiten (bis zu 30.000 m² je Pad bei Grün), und entfallende Rüstzeiten für Dosieren und Neutralisieren. Für ein konkretes Wirtschaftlichkeits-Rechenbeispiel Ihrer Fläche: Testlauf anfragen.
Ist die Twister-Reinigung nach DIN EN 16165 rutschsicher?
Die Rutschklasse wird vom Boden bestimmt, nicht von der Reinigung. Twister erhält die vorhandene Klasse durch den Verzicht auf glättende Wachs- und Polymerfilme.
DIN EN 16165 Anhang B/NB.2 (seit Dezember 2021 Nachfolger von DIN 51130) bewertet die Rutschhemmung des Bodenbelags selbst, nicht des Pflegeverfahrens. Klassische Wachs-Polituren können die R-Klasse verschlechtern, weil sie den direkten Kontakt zwischen Sohle und Oberfläche verringern. Twister-Pads bringen keine solche Schicht auf.
Kann ich mit Twister meine ESD-Konformität nach DIN EN IEC 61340-5-1 erhalten?
In den meisten Fällen ja. Twister verhindert den schleichenden Widerstandsanstieg durch isolierende Schichten, der ESD-Böden häufig außer Funktion setzt.
DIN EN IEC 61340-5-1 fordert einen Ableitwiderstand Rg unter 1 x 10⁹ Ohm. Wachse und Pflegepolituren bilden eine isolierende Schicht und lassen diesen Wert langsam überschreiten. Da Twister keine solche Schicht aufbringt, bleibt der Bodenaufbau elektrisch leitfähig. Für die formale Freigabe: Messung nach DIN EN IEC 61340-5-1 empfohlen. Weitere Informationen zu ESD-konformen Böden finden Sie auf unserer Leistungsseite ESD-konforme Böden nach DIN EN IEC 61340-5-1.
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