WHG-konforme Bodensysteme nach Wasserhaushaltsgesetz (§ 62 WHG, AwSV)

WHG-Gewässerschutzboden

Ein WHG-Gewässerschutzboden ist eine bauliche Dichtfläche für Anlagen, in denen wassergefährdende Stoffe gelagert, abgefüllt oder umgeschlagen werden (LAU-Anlagen), sowie für Anlagen, in denen diese Stoffe hergestellt, behandelt oder verwendet werden (HBV-Anlagen). Gemäß dem Besorgnisgrundsatz in § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) muss eine solche Fläche flüssigkeitsdicht, chemisch beständig und dauerhaft rissicher sein. Als Fachbetrieb realisieren wir Hexacer®-Keramiksysteme nach DWA-A 786 (TRwS 786, Ausführung von Dichtflächen, Oktober 2020), die auf die Sachverständigen-Prüfung nach § 47 AwSV vorbereitet sind.

Rechtslage & Notwendigkeit

Dichtflächenschutz ist kein Kann, sondern Pflicht

Wer Anlagen betreibt, in denen wassergefährdende Stoffe mit dem Boden in Kontakt geraten können, hat nach § 62 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und der darauf basierenden Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) eine klare Pflicht: Die bodenseitige Fläche muss so ausgeführt sein, dass austretende Stoffe sicher aufgefangen und schadlos beseitigt werden können. Das gilt für Öl, Treibstoff, Säure, Lauge, Lösemittel, kurz: für alle Stoffe der Wassergefährdungsklassen WGK 1 bis WGK 3.

Gemäß § 18 AwSV müssen Anlagen so konstruiert sein, dass austretende wassergefährdende Stoffe schnell erkannt und zurückgehalten werden. Das Rückhaltevolumen, realisiert durch Aufkantungen der WHG-Fläche, muss ausreichen, um die Havariemenge sicher aufzufangen, bis Sicherheitsvorkehrungen greifen.

Für die Ausführung von Industrieboden-Dichtflächen ist maßgeblich die DWA-A 786 (TRwS 786, Ausführung von Dichtflächen, Oktober 2020) der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA). DWA-A 780 gilt für oberirdische Rohrleitungen, DWA-A 790 für einwandige unterirdische Behälter. Für den Boden einer Anlage mit wassergefährdenden Stoffen gilt ausschließlich DWA-A 786.

Für Anlagenbetreiber ist die Abgrenzung entscheidend: Wer beim Sachverständigen-Termin nach der richtigen TRwS gefragt wird und auf die falsche Norm verweist, verliert Zeit im Abnahmeprozess.

Das physikalische Problem

Beton ist von Natur aus kapillarporös. Ein Liter Dieselkraftstoff, der auf einem ungeschützten Industrieboden ausläuft, dringt innerhalb von Minuten in die Kapillarporen ein.

Erst dringt ein Tropfen ein.
Dann folgt der Fleck.
Und irgendwann kommt der Sachverständige, und stuft “gefährlicher Mangel” ein.

Die vollständige Entnahme kontaminierten Betons ist technisch aufwendig und kostspielig. Für Säuren und Laugen gilt das noch stärker: Diese Stoffe greifen gleichzeitig die Betonmatrix an und wandern tiefer ins Gefüge. Ein herkömmlicher Beton mit Standardoberfläche scheidet damit als tragfähige Unterlage für eine WHG-konforme Dichtfläche aus, nicht wegen einer Formalie, sondern wegen seiner physikalischen Struktur.

3D-Querschnitt eines Industriebodens im Vergleich: Links dichte WHG-Beschichtung mit Ölpfütze an der Oberfläche - rechts unbehandelter Beton wo Öl ins Erdreich eindringt - Visualisierung von Gewässerschutz nach WHG Paragraf 19.

Der Grindingfloor-Ansatz

Filmbildende Systeme auf Epoxid- oder PU-Basis haben einen strukturellen Nachteil: Ihre Dichtheit hängt an der Unversehrtheit der Schicht. Ein Stapler mit harten Polyamid-Reifen bringt Weichmacher ein. Epoxid-Schichten können dadurch erweichen und delaminieren. Ein tiefer Kratzer reicht, um die Dichtheit lokal zu verlieren, ohne dass das von außen sofort sichtbar ist.

Die Systementscheidung hängt vom Lastfall ab: Filmbildende Kunstharz-Beschichtungen überbrücken Mikrorisse elastisch, unbeschichteter FD-Beton bietet für große Flächen eine wirtschaftliche monolithische Lösung. Bei massiver chemischer Belastung und thermischen Schocks sind vollvitrifizierte, rüttelverlegte Feinsteinzeug-Systeme die langlebigste Wahl.

Ein WHG-Boden ist im Havariefall die letzte Barriere zwischen Ihrem Betrieb und dem Grundwasser.

3D-Visualisierung eines Industriebodens: Links Standardbeton mit IBC-Containern - rechts Hexacer-Keramikfliesen mit aufgefangener Chemikalienlache - Visualisierung von WHG-konformen Bodensystemen.

Konstruktive Sicherheit statt temporärer Beschichtung

Unsere Systemlösungen für WHG-Flächen

Der konventionelle Weg über filmbildende Beschichtungen birgt im Alltag ein Risiko: Mechanische Schäden führen zu Unterwanderung und Delamination und damit zum Verlust der WHG-Konformität. Wir setzen auf zwei robustere Wege.

Keramisches Dichtsystem (Hexacer®)

Das Hexacer®-Keramiksystem besteht aus vollvitrifizierten, sechseckigen Feinsteinzeugfliesen der Gruppe BIa nach DIN EN 14411 (Wasseraufnahme unter 0,5 %), die im Rüttelverfahren hochverdichtet verlegt werden. Diese vollvitrifizierte Qualität bedeutet: Das Material hat keine offene Porosität mehr, Medien können weder in die Fliese selbst noch durch sie hindurchdringen. Die Sechseckgeometrie verteilt mechanische Spannungen auf mehr Kontaktkanten als Rechteckfliesen. Die Fugen werden mit säure- und laugenfestem Spezialharz verfüllt (Herstellernachweise auf Anfrage, Provisorium FG-WHG-05).

Das System wird nach den Anforderungen der DWA-A 786 (TRwS 786, Ausführung von Dichtflächen) ausgeführt und mit den vom Fachbetrieb geführten Prüf- und Produktnachweisen dokumentiert. Die formale Eignungsfeststellung im Einzelfall trifft der Sachverständige nach § 47 AwSV.

Grindingfloor ist Fachbetrieb für die Ausführung. Wir liefern alle nötigen Unterlagen: Ausführungsdokumentation, Produktnachweise, Verlegeprotokolle. Die Abnahme-Entscheidung trifft der Sachverständige auf dieser Grundlage.

Das Hexacer®-Keramiksystem eignet sich auch für pharmazeutische Reinräume mit erhöhten Hygieneanforderungen. Mehr dazu: Reinraumboden für pharmazeutische Anlagen.

Chemische Tiefenvergütung (vorbereitend / ergänzend)

Das Pentra-Sil®-Vergütungssystem von Convergent Group S.A. ist ein reaktives Silikat-System. Es reagiert mit dem freien Calciumhydroxid im Betonmörtel und bildet amorphes Calciumsilikathydrat-Gel (CSH-Gel), das die Kapillarporosität des Betons von innen schließt. Das belegt PMC10059026 (Kalina et al. 2023, PubMed Central): Das Reaktionsprodukt ist ein amorphes Gel, keine Kristallstruktur.

Die Vergütung allein ist kein eignungsgeprüftes WHG-Dichtsystem. Sie ist aber eine wirkungsvolle Untergrundvorbereitung: Sie verdichtet den Beton, reduziert Kapillaraufnahme und schafft damit eine bessere Haftgrundlage für das Keramiksystem. Mehr dazu: Chemische Betonvergütung mit Pentra-Sil®.

Zulassungssystematik, Z-74.1, Z-74.3 und Z-59 im Vergleich

Das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBt) erteilt allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für Beton-Dichtkonstruktionen in LAU-Anlagen. Drei Kategorien sind für WHG-Böden relevant:

Z-74.1 umfasst flüssigkeitsdichte Ortbeton-Dichtschichten. Damit werden Auffangwannen aus vor Ort gegossenem FD-Beton oder FDE-Beton zugelassen. FD-Beton (Flüssigkeitsdichter Beton) weist die Dichtigkeit rechnerisch nach, über Mindestdicke der Druckzone und Rissbegrenzung. FDE-Beton (Flüssigkeitsdichter Beton nach Eindringprüfung) belegt die Dichtigkeit materialtechnisch am fertigen Bauteil.

Z-74.3 gilt für industriell vorgefertigte Betonfertigteilsysteme: Tragwannen, Domschachtabdeckungen und ähnliche Systemelemente. Systemhersteller wie Kortmann Beton (Z-74.3-115, -116, -117) und BTE Stelcon (Z-74.3-224) sind in dieser Kategorie zugelassen. Diese Hersteller liefern Fertigteillösungen für Neubau-Auffangbereiche.

Z-59 ist die Zulassungskategorie für Beschichtungsstoffe sowie Beschichtungs- und Abdichtungssysteme. Ein Produktdatenblatt eines Beschichtungsherstellers ersetzt diese bauaufsichtliche Zulassung nicht.

Grindingfloor ist kein Fertigteil-Anbieter und kein Ortbeton-Hersteller. Wir sind Fachbetrieb für die Ausführung keramischer Dichtsysteme (Hexacer®) und für die silikat-basierte Tiefenvergütung von Bestandsflächen, beides Leistungskategorien, die sich von Fertigteil-Systemen klar unterscheiden und die im Sanierungs- und Umbaufall die praktikablere Wahl sind.

Die 72-Stunden-Regel: was FD-Beton leisten muss

Die DAfStb-Richtlinie “Betonbau beim Umgang mit wassergefährdenden Stoffen” (BUmwS) fordert für unbeschichtete Auffangbauwerke die Verwendung von FD- oder FDE-Beton. Die Dichtheitsbedingung: Ein Bauteil gilt als dicht, wenn es die Gefahrstoff-Flüssigkeit während der Beaufschlagungsdauer, im Regelfall 72 Stunden, unter Berücksichtigung eines statischen Sicherheitsabstandes nicht durchdringt.

72 Stunden. Das ist der Zeitraum, in dem das Auffangbauwerk dichthalten muss, bevor die Havariemenge abgepumpt oder anderweitig gesichert ist.

Was bedeutet das für Beschichtungen? Eine filmbildende Beschichtung, die während dieser 72 Stunden durch Quellung oder Chemikalienangriff aufweicht, versagt genau dann, wenn der Druck am höchsten ist. Vollvitrifiziertes Feinsteinzeug der Gruppe BIa (Wasseraufnahme unter 0,5 %) und säure-/laugenfestes Fugenharz sind für diesen Zeitraum auch bei aggressiven Stoffen ausgelegt, ohne dass ein Quelldruck die Systemintegrität gefährdet.

Technische Eigenschaften

Beständigkeit unter Extrembelastung

Ein WHG-Boden ist im Havariefall die letzte Barriere. Unsere Systeme sind auf chemische und physikalische Extreme ausgelegt, wo Standardbeschichtungen versagen.

Medienbeständigkeit

Das vollvitrifizierte Feinsteinzeug des Hexacer®-Systems ist chemisch beständig gegen eine breite Palette an wassergefährdenden Stoffen: aliphatische Kohlenwasserstoffe (Mineralöle, Diesel, Benzin), organische Säuren (Essigsäure, Ameisensäure), anorganische Säuren (Schwefelsäure, Salzsäure), Laugen (Natronlauge, Kalilauge) sowie viele industriell eingesetzte Lösemittel. Die spezifische Beständigkeit hängt von Konzentration, Temperatur und Einwirkzeit ab. Für Sondermedien stellen wir Prüfnachweise auf Anfrage bereit.

Für Wartungshangars in der Luftfahrt: Das System ist beständig gegen gängige Hydraulikflüssigkeiten in Wartungsumgebungen. Prüfnachweise sind auf Anfrage erhältlich (Provisorium FG-WHG-03: Skydrol-spezifische Prüfung nach EN ISO 10545-13 wird nachgeliefert, sobald Prüfbericht vorliegt).

Thermische Schockfestigkeit

Vollvitrifiziertes Feinsteinzeug verträgt Temperaturschwankungen, wie sie in Reinigungsbereichen mit Heißwasser, in Kühlzonen oder bei winterlichem Betrieb auftreten. Das Rüttelverfahren sorgt für eine hochverdichtete Verlegung, die den Verbund auch bei zyklischer Temperaturschwankung stabil hält.

Flüssigkeitsdichtigkeit

Die Flüssigkeitsdichtigkeit des Systems ergibt sich aus drei Komponenten: der extrem geringen Wasseraufnahme des vollvitrifizierten Feinsteinzeugs (Gruppe BIa nach DIN EN 14411, Wasseraufnahme unter 0,5 %), der hochverdichteten Rüttelbettung und dem chemisch beständigen Fugenharz. Alle drei Komponenten müssen dauerhaft intakt sein.

Das ist der Unterschied zu FD-Beton: Unbeschichteter FD-Beton bietet für bestimmte Stoffe und bei präziser Ausführung rechnerisch nachweisbare Dichtheit. Für hochkonzentrierte Chemikalien, Lösemittel und bei thermischen Schocks ist vollvitrifiziertes Feinsteinzeug in Kombination mit säure- und laugenfestem Fugenharz die robustere Lösung, weil die Systembeständigkeit im Material selbst liegt, nicht im Rechennachweis.

Fugensicherheit (Keramik)

Die Fugen beim Hexacer®-System werden mit säure- und laugenfestem Spezialharz versiegelt. Das IVD-Merkblatt 6 des Industrieverbandes Dichtstoffe e.V. regelt die fachgerechte Auslegung von Fugenabdichtungen an Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen: Zulässig sind ausschließlich Fugenabdichtungssysteme mit bauaufsichtlicher Zulassung für die zu erwartende chemische Belastung.

Das Fugenmaterial ist bei der Sachverständigen-Abnahme ein explizit geprüfter Punkt. Wer Standardfugenmörtel einsetzt, riskiert, dass das System an den Fugen versagt, während die Fliese selbst chemisch beständig bleibt. Wir setzen ausschließlich Fugenmaterial mit dokumentiertem Beständigkeitsnachweis ein.

Mechanische Belastbarkeit

Das Hexacer®-System ist für den Einsatz mit Flurförderzeugen, Hubwagen und schwerem Fahrzeugverkehr ausgelegt. Die hochverdichtete Rüttelbettung verteilt Punktlasten gleichmäßig. Das System ist nicht spröde gegenüber Gabelstapler-Fahrbewegungen, weil keine Schicht abplatzen kann: Es gibt nichts, was abplatzen könnte.

Rutschhemmung

R9 bis R13 nach DIN EN 16165 (Anhang NB.2, für beschuhte Arbeitsbereiche) sind realisierbar. In nassbelasteten Bereichen wie Reinigungs- und Umfüllbereichen werden R12 bis R13 ausgeführt. DIN EN 16165 hat DIN 51130 als übergeordnete Norm abgelöst; die R-Wert-Klassifikation bleibt dieselbe.

Die Rutschhemmungsklasse wird bei der Planung auf den konkreten Betriebsbereich abgestimmt: Ein Umfüllbereich mit nassem Boden hat andere Anforderungen als ein trockener Lagerbereich mit Staplerverkehr.

Wo Gewässerschutz entscheidet

WHG-konforme Lösungen für kritische Anlagenbereiche

Unsere WHG-Systeme kommen dort zum Einsatz, wo aggressive Medien auf hohe mechanische Last treffen, in LAU- und HBV-Anlagen, ohne den Betrieb durch empfindliche Oberflächen zu stören.

Dunkler Ölfleck und transparente Flüssigkeit auf einem dichten Industrieboden in einer Fertigungshalle mit Gabelstapler im Hintergrund - Visualisierung von WHG-konformen Böden für die Automobilindustrie.

Automobilindustrie und Zulieferer

Fahrzeugmontage, Prüfstände, Lackiervorbereitung, Schmierstofflager: Automobilwerke und Tier-1-Zulieferer betreiben häufig LAU-Anlagen in großem Maßstab. Mineralöle, Hydraulikflüssigkeiten, Kühlmittel und Korrosionsschutzöle sind alltägliche Gefahrstoffe mit hohem WHG-Gefährdungspotenzial. Die Gefährdungsstufen nach § 39 AwSV liegen bei großvolumigen Anlagen häufig bei C oder D, Sachverständigen-Prüfpflicht nach § 47 AwSV ist dann gesetzlich vorgeschrieben. Wir realisieren Hexacer®-Dichtflächen für Mehrschicht-Betrieb mit hochfrequentem Fahrzeugverkehr.

Graue Hexacer Keramikfliesen in einem Pharmaraum mit verschütteter Flüssigkeit und Edelstahl-Gerät - Visualisierung von säurefesten Böden für die chemische Industrie.

Chemische und pharmazeutische Industrie

Chemiewerke und pharmazeutische Produktionsstätten arbeiten mit Stoffen der WGK 2 und WGK 3, starke Säuren, Laugen, organische Lösemittel. Typische Gefährdungsstufen: C bis D, Sachverständigen-Prüfpflicht gilt. In pharmazeutischen Bereichen kommen gleichzeitig GMP-Anforderungen hinzu. Grindingfloor realisiert Hexacer®-Systeme, die sowohl WHG-Konformität als auch pharmazeutische Hygieneanforderungen erfüllen. Mehr dazu: Reinraumboden für pharmazeutische Anlagen.

Gefahrstofflager mit IBC-Containern in Hochregalen und Gabelstapler auf Betonboden mit Reifenspuren und Bodenablauf - Visualisierung von WHG-konformen Logistikflächen.

Logistik und Gefahrstofflager

Gefahrstofflager nach TRGS 510, IBC-Lager, chemische Transithallen: Hier fallen LAU-Anlagen und eine Nutzung mit häufig wechselndem Stoffspektrum zusammen. Das stellt besondere Anforderungen an die Beständigkeit des Bodensystems. Das vollvitrifizierte Feinsteinzeug des Hexacer®-Systems bietet eine breite Grundbeständigkeit, die für viele typische Gefahrstofflager-Medien nachgewiesen ist.

Für stark verölt kontaminierte Lagerbereiche: Industriebodensanierung als vorbereitende Maßnahme.

Glänzender Boden in einem Flugzeughangar mit einer Pfütze Hydraulikflüssigkeit unter einer Tragfläche - Visualisierung von Skydrol-resistenten und WHG-konformen Böden in der Luftfahrt.

Luftfahrt und Wartungshangars

Wartungshangars für Zivilluftfahrt unterliegen neben DWA-A 786 für allgemeine Dichtflächen auch der DWA-A 784 (TRwS 784, Betankung von Luftfahrzeugen), wenn Betankungsvorgänge in der Halle stattfinden. Hydraulikflüssigkeiten auf Phosphatesterbasis sind chemisch aggressiv. Das Hexacer®-System ist beständig gegen gängige Hydraulikflüssigkeiten in Wartungsumgebungen der Luftfahrt; spezifische Prüfnachweise sind auf Anfrage erhältlich.

Glänzender und sauberer Industrieboden in einer Fertigungshalle für Metallverarbeitung mit CNC-Maschinen und Paletten - Visualisierung von Schutz gegen Kühlschmierstoffe und Emulsionen.

Maschinenbau und Metallverarbeitung

Kühlschmierstoffe, Schneidöle, Emulsionen: In spanenden Fertigungsbetrieben ist der Boden täglich mit WGK-1- und WGK-2-Stoffen belastet. Hinzu kommen mechanische Belastungen durch schwere Werkzeugmaschinen. Das Hexacer®-System trägt beide Anforderungen: chemische Beständigkeit und Druckfestigkeit unter Maschinenfundamenten.

Nasse Hexacer Keramikfliesen in einer Brauerei mit Bodenablauf und Reinigungsschlauch vor Edelstahltanks - Visualisierung von säurefesten Böden für die Getränkeindustrie.

Getränke- und Lebensmittelindustrie

Brauereiböden, Molkerei-Füllbereiche, Abwasserkanäle in Lebensmittelbetrieben: Organische Säuren (Essigsäure, Milchsäure, CO2-haltiges Wasser) greifen ungeschützte Betonböden an. Gleichzeitig sind Reinigungschemikalien (Natronlauge, Salpetersäure) in Food-Betrieben gängig. Das Hexacer®-System ist säure- und laugenbeständig und mit Hochdruckreiniger zu reinigen, ohne dass die Dichtheit leidet.

Der Weg zur abnahmefähigen Dichtfläche

Systematische Umsetzung nach WHG-Vorgaben

Eine WHG-Fläche duldet keine Improvisation. Unser Ablauf folgt einem klaren Protokoll, damit die Fläche physikalisch dicht und durch den Sachverständigen abnahmefähig ist.

1.

Ist-Analyse und Konformitätsprüfung

Bevor ein WHG-System ausgeführt wird, klären wir gemeinsam mit dem Betreiber: Welche Stoffe lagern oder entstehen auf der Fläche? Welche Wassergefährdungsklasse haben sie? Wie groß ist das Anlagenvolumen? Daraus ergibt sich die Gefährdungsstufe nach § 39 AwSV (Stufen A bis D).

2.

Substanzfreilegung und Untergrundvorbereitung

Ein WHG-Dichtsystem kann nur auf einem sauberen, tragfähigen Untergrund haften. Kontaminierter Beton, verölt, chloridhaltig, schadhafte Mörtelbereiche, muss vor dem Einbau vollständig entfernt werden. Je nach Ausmaß der Kontamination setzen wir auf Kugelstrahlen zur Untergrundvorbereitung oder Planfräsen und Entschichten.

Bei stark verölten Böden ist Planfräsen die erste Wahl: Der Fräskopf trägt kontaminierten Beton ab, bis sauberer tragfähiger Untergrund freigelegt ist. Danach folgt Kugelstrahlen als Feinreinigung und zur Verzahnung für das Kleberbett. Risse im Untergrund werden vor dem Einbau kraftschlüssig verpresst, ein offener Riss gefährdet die Dichtheitsprüfung direkt. Risssanierung und Rissverpressung nach DIN EN 1504-5 führen wir im gleichen Arbeitsgang durch.

3.

Aufbau des Dichtsystems

Bei Auswahl des Hexacer®-Keramiksystems folgen wir dem Rüttelverfahren: Die vollvitrifizierten Sechseck-Feinsteinzeugfliesen werden im Kleberbett hochverdichtet verlegt, Aufkantungen und Hohlkehlen an Wandanschlüssen ausgebildet (entscheidend für das Rückhaltevolumen nach § 18 AwSV), dann werden die Fugen mit säure- und laugenfestem Spezialharz verfüllt. Das Fugenharz härtet unter Betriebstemperatur aus, Zeitrahmen je nach Produkt und Temperatur.

Bei gleichzeitiger Anwendung der Silikat-Vergütung wird diese im vorbereitenden Schritt eingebracht, bevor das Keramiksystem aufgebaut wird. Die Vergütung verbessert die Substratdichte und schafft einen definierten Haftuntergrund.

4.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Nach § 47 AwSV dürfen Prüfungen an WHG-Anlagen ausschließlich von anerkannten Sachverständigen durchgeführt werden. Der Sachverständige stuft die Anlage in eine von vier Mängelklassen ein: ohne Mangel, geringfügiger Mangel, erheblicher Mangel oder gefährlicher Mangel. Die Überwachungspflicht des Betreibers regelt § 46 AwSV.

Was wir als Fachbetrieb liefern: Ausführungsprotokolle, Produktnachweise der eingesetzten Materialien (Fliese, Kleberbett, Fugenharz), Haftzugmessungsprotokolle des fertiggestellten Belags sowie Fotodokumentation kritischer Ausführungsdetails (Wandanschlüsse, Hohlkehlen, Gefälleausprägung). Das DIBt-Informationsportal zu Bauprodukten und Bauarten bietet ergänzende Informationen zur abZ/aBG-Systematik.

Die Anerkennung der Sachverständigenorganisationen regelt § 52 AwSV. Voraussetzung ist unter anderem eine Haftpflichtversicherung für Gewässerschäden mit einer Deckungssumme von mindestens 2,5 Millionen EUR pro Schadenfall. Das macht den Rahmen deutlich: Die Sachverständigen-Prüfung ist keine Formalität, sondern ein versicherungsrechtlich abgesicherter Prozess.

Für Anlagen der Gefährdungsstufe D ist die Prüfung nach § 47 AwSV Pflicht. Wir koordinieren auf Wunsch den Termin mit dem Sachverständigen.

Wissen Sie, welche Gefährdungsstufe Ihre Anlage nach § 39 AwSV hat?

Die meisten Betreiber kennen diese Einstufung nicht, bis der Sachverständige fragt. Die Antwort steckt im Volumen-WGK-Profil Ihrer Anlage.

Gefährdungsstufen nach § 39 AwSV, Einstufungsmatrix:

Gefährdungsstufe je nach Volumen/Masse und Wassergefährdungsklasse (WGK)
Volumen / Masse WGK 1 (schwach) WGK 2 (deutlich) WGK 3 (stark)
bis 0,22 m³ / 0,2 t A A A
0,22 bis 1 m³ A A B
1 bis 10 m³ A B C
10 bis 100 m³ A C D
100 bis 1000 m³ B D D
über 1000 m³ C D D

Gemäß § 39 AwSV:

Stufe A bedeutet geringes Gefährdungspotenzial: Eine dichte Betonfläche mit Nachweis kann ausreichen. Stufe D bedeutet sehr hohes Gefährdungspotenzial: Höchste bauliche Anforderungen, Rückhaltevolumen, Schwallwände und Sachverständigen-Prüfpflicht nach § 47 AwSV sind gesetzlich vorgeschrieben. In der Praxis liegen viele industriellen LAU-Anlagen mit Öl oder Treibstoff schnell bei Stufe C oder D.

Die Ist-Analyse endet mit einem Prüf- und Ausführungsplan auf Basis des konkreten Stoff-Volumen-WGK-Profils Ihrer Anlage.

Häufige Fragen zu WHG-konforme Bodensysteme

FAQ: WHG-Gewässerschutzboden

Planungssicherheit beginnt beim Sanierungsablauf und endet beim offiziellen Nachweis. Hier erfahren Sie, wie unsere Systeme mechanische Belastbarkeit, Dichtigkeit und WHG-Konformität vereinen.

Normaler Beton ist kapillarporös und nimmt Flüssigkeiten auf. Nach § 62 WHG und AwSV müssen Flächen für LAU- und HBV-Anlagen flüssigkeitsdicht, chemisch beständig und dauerhaft rissicher sein. Unversiegelter Beton transportiert Flüssigkeiten ins Erdreich und hat kein eigenes Rückhaltevermögen. Die Ausführung von Dichtflächen richtet sich nach DWA-A 786 (TRwS 786, Ausführung von Dichtflächen, Oktober 2020).

Nein. Die Silikat-Vergütung (Pentra-Sil®) verdichtet das Kapillargefüge des Betons erheblich. Sie ist aber kein eignungsgeprüftes WHG-Dichtsystem nach DWA-A 786. Für Flächen, die einer Sachverständigen-Abnahme nach § 47 AwSV standhalten müssen, ist das Hexacer®-Keramiksystem das tragfähige System.

Mehr dazu: Chemische Betonvergütung mit Pentra-Sil®

Klassische Beschichtungen auf Epoxid- oder PU-Basis sind filmbildend. Sie können durch mechanische Einwirkung (Staplerfahrten, harte Fahrzeugreifen) beschädigt oder durch Weichmacherwanderung aus Staplerreifen destabilisiert werden. Delaminierung macht die Schicht undicht, oft ohne dass das sofort sichtbar ist.

Das Hexacer®-System ist konstruktiv dicht: vollvitrifiziertes Feinsteinzeug der Gruppe BIa nach DIN EN 14411 (Wasseraufnahme unter 0,5 %), hochverdichtete Rüttelbettung, chemisch beständiges Fugenharz nach IVD-Merkblatt 6. Wenn eine einzelne Fliese mechanisch beschädigt wird, bleibt das System drumherum intakt. Und es gibt keine Schicht, die abplatzen kann.

Die Vergütung ist als Vorbehandlung sinnvoll: Sie schließt Kapillarporosität und schafft einen definierten Haftuntergrund für das Keramiksystem. Als eigenständiges WHG-Dichtsystem ist sie nicht geeignet. Das Hexacer®-Keramiksystem ist für alle Flächen erforderlich, die einer Sachverständigen-Abnahme nach DWA-A 786 standhalten müssen.

Ja. Bevor ein WHG-Dichtsystem auf einem verölten Altboden appliziert werden kann, muss der ölverseuchte Beton durch Planfräsen oder Kugelstrahlen abgetragen und tiefengereinigt werden. Für Risse im Untergrund ist eine kraftschlüssige Injektion mit Spezialharz nach DIN EN 1504-5 Voraussetzung. Danach folgt der Einbau des Hexacer®-Keramiksystems. Wir haben diesen Ablauf in stark verölten LAU-Lagerflächen mehrfach ausgeführt.

Ja. Das Hexacer®-Keramiksystem und das anorganische CSH-Gel der Silikat-Vergütung sind beide anorganischer Natur, sie reagieren chemisch nicht mit organischen Weichmachern. Epoxid- und PU-Beschichtungen können dagegen durch Weichmachermigration aus Staplerreifen erweichen und ihre Dichtheit verlieren. Dieser Effekt tritt schleichend auf und ist von außen lange nicht erkennbar.

Wir liefern als Fachbetrieb: Ausführungsdokumentation, Produktnachweise der eingesetzten Materialien (Fliese, Kleberbett, Fugenharz), Verlegeprotokolle sowie Fotodokumentation kritischer Ausführungsdetails (Wandanschlüsse, Hohlkehlen, Gefälleausprägung und Rückhaltevolumen).

Die formale Prüfung nach § 47 AwSV dürfen ausschließlich anerkannte Sachverständige durchführen, nicht der Fachbetrieb. Wir stellen alle vom Sachverständigen benötigten Unterlagen bereit und koordinieren den Abnahmetermin auf Wunsch.

Risse im Untergrund müssen vor dem Einbau des Dichtsystems kraftschlüssig verpresst werden. Unbehandelte Risse gefährden die Dichtheitsprüfung direkt: Ein Riss, der sich unter dem Keramiksystem fortbewegt, kann das System heben und die Fugendichtheit zerstören. Wir führen Risssanierung und Rissverpressung nach DIN EN 1504-5 als vorbereitende Maßnahme im gleichen Arbeitsgang durch.

Das Rüttelverfahren ist deutlich schneller als handverlegte Keramik: Größere Flächen werden in einem Zug bearbeitet, ohne dass einzelne Fliesen aufwendig positioniert werden müssen. Konkrete Zeitangaben hängen von der Fläche, dem Umfang der Untergrundvorbereitung und den Aushärtezeiten des Fugenharzes ab. Wir planen die Ausführungsreihenfolge gemeinsam mit dem Betreiber so, dass aktive Produktionsbereiche soweit möglich ungestört bleiben.

R9 bis R13 nach DIN EN 16165 (Anhang NB.2, für beschuhte Arbeitsbereiche) sind realisierbar. In nassbelasteten Bereichen wie Reinigungs- und Umfüllbereichen werden R12 bis R13 ausgeführt. Die Rutschhemmungsklasse wird bei der Planung auf den konkreten Betriebsbereich abgestimmt: Ein trockener Lagerbereich benötigt R9 bis R10, ein Bereich mit häufigem Flüssigkeitseintrag R12 bis R13. Für WHG-Bereiche empfehlen wir grundsätzlich keine glatte Oberfläche, die rauere Fläche ist mit Hochdruckreiniger problemlos zu reinigen.

Die Fugen werden mit säure- und laugenfestem Spezialharz verfüllt. Das IVD-Merkblatt 6 schreibt vor: In LAU-Anlagen sind ausschließlich Fugenabdichtungssysteme mit bauaufsichtlicher Zulassung für die zu erwartende chemische Belastung zulässig. Wir setzen ausschließlich Fugenmaterial mit dokumentiertem Beständigkeitsnachweis ein.

Nein, eher geringer. Keramikflächen sind robust und mit handelsüblichen Reinigungsgeräten zu pflegen. Das Twister-Pad-System für Wartung und Reinigung eignet sich für die laufende Flächenpflege. Beschichtungen erfordern dagegen oft schonende Reinigungsmethoden, damit die Schicht nicht angegriffen wird, ein Widerspruch bei WHG-Böden, die regelmäßig mit aggressiven Stoffen in Kontakt kommen.

Filmbildende Beschichtungen erreichen in WHG-Bereichen eine typische Standzeit von 5 bis 10 Jahren. Jeder Erneuerungszyklus: Produktion abstellen, Beschichtung abtragen, neu aufbringen, aushärten. Das Hexacer®-Keramiksystem hat keine definierten Erneuerungszyklen. Der Total-Cost-of-Ownership-Vergleich über 20 oder 30 Jahre fällt klar zugunsten des keramischen Systems aus, auch wenn der Einstandspreis höher liegt.

Ein WHG-Gewässerschutzboden kostet bei uns 50 bis 80 EUR/m² netto, ab einer Fläche von 50 m². Dazu kommt einmalig die Baustelleneinrichtung: 680 EUR bundesweit, 1.680 EUR in Österreich, Belgien, den Niederlanden und Luxemburg, bei gleichen Ausführungspreisen je Quadratmeter.

Wo Sie in dieser Spanne liegen, entscheidet zuerst der Zustand der Bestandsfläche, dann Flächengröße und Zugänglichkeit, danach Wochenend- und Schichtbetrieb. Je nach Rautiefe des Untergrunds kommt eine Kratzspachtelung dazu, abgerechnet mit 8,90 EUR/m² je Millimeter. Filmbildende Beschichtungen sind bei mechanischer Belastung oft alle 3 bis 7 Jahre zu erneuern. Wer diese Erneuerungskosten in den Vergleich einrechnet, sieht das Keramiksystem in einem anderen Licht. Welches System Ihre Fläche braucht, entscheidet der Lastfall. Nach der Begehung durch unser eigenes Fachpersonal erhalten Sie einen Festpreis, bei dem im Nachhinein keine Nachträge zu erwarten sind.

Die Gefährdungsstufe ergibt sich aus dem Volumen der Anlage und der Wassergefährdungsklasse (WGK 1 bis 3) des eingesetzten Stoffs. Die vollständige Einstufungsmatrix finden Sie im Abschnitt „Phase 1, Ist-Analyse und Konformitätsprüfung“ dieser Seite.

Für Anlagen mit mehreren Stoffen oder gemischten Konfigurationen prüft der Sachverständige die konkrete Einstufung. Faustregel: Wer in einem LAU-Lager mit Heizöl (WGK 2) mehr als 10 m³ lagert, landet bei Gefährdungsstufe C oder D, mit entsprechender Sachverständigen-Prüfpflicht nach § 47 AwSV. Wir beraten Sie bei der Ersteinschätzung im Beratungstermin.

Beide, mit klar getrennten Rollen, die das Gesetz präzise definiert.

§ 46 AwSV verpflichtet den Betreiber zur laufenden Eigenüberwachung: regelmäßige Kontrolle der Dichtheit und der Funktionsfähigkeit der Sicherheitseinrichtungen. Das ist die tägliche Betreiber-Pflicht.

§ 47 AwSV schreibt vor, dass die formalen wiederkehrenden Prüfungen ausschließlich von anerkannten Sachverständigen durchgeführt werden dürfen. Wörtlich: „Prüfungen nach § 46 Absatz 2 bis 5 dürfen nur von Sachverständigen durchgeführt werden.“ Der Sachverständige stuft die Anlage in eine der vier Mängelklassen ein: ohne Mangel, geringfügiger Mangel, erheblicher Mangel oder gefährlicher Mangel.

Die Anerkennung der Sachverständigenorganisationen regelt § 52 AwSV. Voraussetzung ist unter anderem eine Haftpflichtversicherung für Gewässerschäden mit mindestens 2,5 Millionen EUR Deckungssumme pro Schadenfall. Die Pflichten der Sachverständigenorganisationen sind in § 55 AwSV verankert.

Kurz: Der Betreiber überwacht täglich (§ 46), der Sachverständige prüft periodisch (§ 47), die anerkannte Organisation steht dahinter (§ 52/55).

Die Prüfzeitpunkte und -intervalle für LAU-Anlagen sind in den Anlagen 5 und 6 der AwSV festgeschrieben. Abhängig von der Gefährdungsstufe (A bis D) und der Lage der Anlage müssen LAU-Anlagen vor Inbetriebnahme sowie wiederkehrend alle 2,5 oder 5 Jahre durch anerkannte Sachverständige geprüft werden.

Als Faustregel:

  • Anlagen außerhalb von Wasserschutzgebieten mit niedrigerer Gefährdungsstufe: 5-Jahres-Intervall.
  • Anlagen innerhalb von Wasserschutzgebieten oder mit hoher Gefährdungsstufe (C, D): 2,5-Jahres-Intervall.

Die exakten Intervalle hängen von der konkreten Kombination aus Gefährdungsstufe und Gebietsschutz ab. Wer seine nächste Prüfung verpasst, riskiert behördliche Auflagen. Unsere Dokumentation aus der Ausführung erleichtert dem Sachverständigen die Prüfung, und verkürzt damit auch den Prüftermin selbst.

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WHG-Konformität vorbereiten

Was würde ein Sachverständiger heute in Ihrer Halle finden?

WHG-Konformität ist keine Formalität, die sich nebenbei löst. Eine fehlerhafte Dichtfläche bedeutet im Ernstfall: Gewässerschutzverstoß, Sachverständigen-Beanstandung der Klasse “erheblicher Mangel” oder “gefährlicher Mangel”, Nachrüstpflicht unter laufendem Betrieb. Wir kennen diesen Druck und beraten Sie konkret auf Ihr Anlagen- und Medienprofil.

Für Neubau und Bestand, für LAU und HBV, für Gefährdungsstufe A bis D.

Fordern Sie jetzt Ihr Angebot für WHG-Dichtflächen an.

Senden Sie uns Ihre Anforderung. Unsere Techniker prüfen die chemische und mechanische Belastungsklasse und erstellen ein Konzept samt nötiger Nachweise.